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EU-Asylpolitik - Lettland fordert besseren Schutz der Grenzen

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Lettlands Präsident Egils Levits fordert einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen. Er kritisiert die ansteigende illegale Einwanderung aus Belarus nach Europa.

Egils Levits, Präsident von Lettland, spricht mit Journalisten vor einem Nato-Gipfel
Bei vielen Migranten handele es sich nicht um Flüchtlinge, sondern um Leute, die gerne in Europa leben wollen.
Quelle: dpa

Angesichts einer verstärkten illegalen Einwanderung über Belarus in die EU fordert Lettlands Staatspräsident Egils Levits mehr Engagement der Europäer beim Grenzschutz. Außerdem aber sei es nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, eine "Frage der Humanität" jene aufzunehmen, die "wirklich gefährdet" seien.

"Es ist wichtig, dass wir das klare Signal aussenden: Wir lassen uns nicht erpressen. Darin bin ich mit meinen Amtskollegen aus Estland, Litauen und Polen einig. Europas Außengrenze muss geschützt werden. Hier wäre ein noch stärkeres Engagement der europäischen Grenzschutzagentur Frontex sinnvoll", sagte Levits im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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Bei den Migranten handele es sich "kaum um Flüchtlinge, sondern vornehmlich um Leute, die in Europa leben wollen. Die allermeisten wollen weiter nach Deutschland ziehen", sagte Levits weiter. Angesichts der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan betonte der lettische Staatspräsident, es sei eine "Frage der Humanität" jene aufzunehmen, die für den Westen gearbeitet hätten und die "wirklich gefährdet" seien.

"Aber eine Situation wie 2015, dass Zehntausende Menschen innerhalb kürzester Zeit illegal nach Europa kommen, sollte sich nicht wiederholen", warnte Levits. "Deshalb sollte Europa in der Flüchtlingsfrage an Ort und Stelle und in den Nachbarstaaten aktiv werden und diese Staaten auch finanziell bei der Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen unterstützen. Das wäre letztlich nur gerecht und auch im Interesse Europas."

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