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Hilfszusagen nach Explosion - "Bleib stark, Libanon"

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Trümmer, Verletzte, der Hafen zerstört: Die verheerende Explosion hat weite Teile Beiruts verwüstet. Die Regierung bittet das Ausland um Hilfe - viele Länder sagen zu.

Nach den schweren Explosionen in Beirut haben u.a. Frankreich und Deutschland dem Libanon Unterstützung zugesagt. Einschätzungen der ZDF-Korrespondent Thomas Walde aus Paris und Frank Buchwald aus Berlin.

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Libanons Ministerpräsident Hassan Diab hat das Ausland nach dem Explosionsdesaster in Beirut um Hilfe gebeten. "Wir erleben eine echte Katastrophe", sagte Diab in einer Fernsehansprache am Mittwoch. Er bitte die Freunde seines kleinen Landes um Unterstützung. Zugleich versprach er, die Verantwortlichen würden bestraft. Er ging allerdings nicht näher auf die Ursache der Detonation vom Vortag ein, die mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 4.000 verletzt hat.

Am Mittwoch stand immer noch Qualm über dem Hafen von Beirut. Die Hauptstraßen im nahe gelegenen Stadtzentrum waren mit Trümmern übersät. In Häuserfassaden fehlten Fenster, demolierte Autos standen herum.

Nach der verheerenden Detonation im Hafen von Beirut haben mehrere Länder Hilfe für den Libanon zugesichert.

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"Nehmen keine Hilfe von feindlichem Staat an"

Hilfszusagen kamen aus aller Welt. Zu den ersten Ländern gehörten die Golfstaaten. Katar will demnach Feldlazarette zur Versorgung der tausenden Verletzten schicken. Kuwait sagte die Entsendung medizinischer Nothilfe zu. Jordaniens Außenminister Aiman Safadi erklärte, sein Land sei zu jeder Hilfe bereit, die der Libanon nun benötige. Ähnlich äußerte sich der Iran. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif fügte hinzu: "Bleib stark, Libanon."

Auch Israel bot humanitäre Unterstützung an. Über die internationalen Vermittler hätten Verteidigungsminister Benny Gantz und Außenminister Gabi Aschkenasi "medizinische und humanitäre sowie sofortige Nothilfe angeboten", hieß es in einer Erklärung. Präsident Reuven Rivlin sprach dem libanesischen Volk auf Twitter sein Mitgefühl aus und bot ebenfalls israelische Hilfe "in dieser schwierigen Zeit" an.

Von libanesischer Seite wurden die Hilfsangebote aus Israel angeblich zurückgewiesen. Regierungsvertreter wurden mit den Worten zitiert: "Wir nehmen keine Hilfe von einem feindlichen Staat an." Libanon und Israel haben keine diplomatischen Beziehungen. Offiziell befinden sich die beiden Nachbarländer noch im Krieg. Libanesen sind jegliche Kontakte mit Israelis verboten. An der Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah.

Frankreich verschickt medizinische Ausrüstung

Indes hat die französische Regierung bereits Hilfen für den Libanon auf den Weg gebracht. Wie der Elysée-Palast mitteilte, sollen bereits am Mittwochnachmittag zwei Flugzeuge der Armee mit tonnenweise medizinischer Ausrüstung und einer mobilen Krankenstation an Bord in der libanesischen Hauptstadt eintreffen.

Auch die EU hat Hilfe zugesichert und bereits veranlasst: Über das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der EU werden mehr als 100 Katastrophenhelfer nach Beirut geschickt. Die Experten von Feuerwehren kämen aus den Niederlanden, Tschechien und Griechenland und seien mit Hunden und Spezialgerät unterwegs, teilte der für das EU-Krisenmanagement zuständige Kommissar Janez Lenarcic mit. Zudem hätten auch Frankreich, Polen und Deutschland bereits Hilfe über den EU-Krisenmechanismus angeboten. Zur Beurteilung der Schäden würden Satellitenbilder des europäischen Copernicus-Dienstes bereitgestellt.

UN-Generalsekretär António Guterres versicherte, die Vereinten Nationen stünden weiter an der Seite des Libanon "in dieser schweren Zeit" und seien bereits dabei, Hilfe zu leisten. Auch US-Außenminister Mike Pompeo sprach den Opferfamilien sein Mitgefühl aus und bot Unterstützung an.

Deutschland will THW-Bergungsteam schicken

Auch die Bundesregierung will Hilfe anbieten - das hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits angekündigt. Der Krisenstab habe dazu am Vormittag getagt, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Ein Sprecher des Innenministeriums ergänzte, dass das Technische Hilfswerk (THW) nach Möglichkeit noch am Mittwoch mit einem 47 Personen starken Team nach Beirut reisen werde. Es könne bei der Bergung von Verschütteten, Toten und Sachwerten helfen.

Nach den schweren Explosionen in Beirut haben u.a. Frankreich und Deutschland dem Libanon Unterstützung zugesagt. Einschätzungen der ZDF-Korrespondent Thomas Walde aus Paris und Frank Buchwald aus Berlin.

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Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb zuvor bei Twitter: "Meine Gedanken sind bei Angehörigen der Opfer." Deutschland stehe dem Libanon in dieser schweren Stunde zur Seite.

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Augenzeugen berichten aus Beirut -
"Das war wie eine Atomexplosion"
 

Verletzte Anwohner, umgeworfene Autos, die Straßen mit Schutt übersät - die schwere Explosion in Beirut hat den Libanon überwältigt. Augenzeugen berichten.

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