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Waffenruhe in Libyen angekündigt

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General Haftar stoppt Kämpfe - Waffenruhe in Libyen angekündigt

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Taktisches Manöver oder echter Friedenswille? General Haftar hat in Libyen eine Waffenruhe während des Ramadan angekündigt.

In Libyen ist ein Stopp der Militäroffensiven auf Tripolis bis zum Ende des Fastenmonats Ramadans geplant. Das gab ein Sprecher von General Haftar bekannt.

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Bis zum Ende des Fastenmonats Ramadan soll es im Kriegsland Libyen eine humanitäre Waffenruhe geben. Behörden könnten sich so auf den Kampf gegen das Coronavirus fokussieren. Das zumindest kündigte der libysche General Chalifa Haftar an. Die in der Hauptstadt Tripolis ansässige international anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch äußerte sich zunächst nicht.

Fajis al-Sarradsch traut Haftar nicht

Ministerpräsident al-Sarradsch machte schon in der Vergangenheit keinen Hehl daraus, dass er seinem Widersacher Haftar nicht traut. Zuletzt sprach er sogar einen Haftbefehl gegen Haftar aus.

Sehen Sie hier ein Video zur politischen Lage in Libyen:

Seit dem Sturz Gaddafis 2011 herrscht in Libyen Chaos. Zwar ist Präsident Sarradsch von den meisten westlichen Staaten, der EU, der Türkei und den Vereinten Nationen anerkannt, trotzdem hat der mächtige General Haftar die Kontrolle über weite Teile des …

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Alle Militäroperationen erstmal ausgesetzt

Haftars Sprecher Ahmed al-Mismari  beteuerte in der Stadt Bengasi hingegen, alle Militäroperationen der llibysch-nationalen Armee würden ausgesetzt. Damit werde einer Bitte der internationalen Gemeinschaft und befreundeter Staaten entsprochen.

Sollten terroristische Milizen gegen die Waffenruhe verstoßen, wird es eine harte Reaktion geben.
Haftars Sprecher Ahmed al-Mismari

General Haftar hatte vor mehr als einem Jahr eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis befohlen. Seine Truppen rückten zwar vom Osten Libyens bis nah an Tripolis im Nordwesten vor, konnten zuletzt aber keine Fortschritte mehr erzielen. Immer wieder eskalierte die Gewalt. Beide Seiten beschuldigten sich, zivile Ziele zu beschießen.

Archiv: Boarding Team vom Tender «Rhein» bei seinem Einsatz zur Beschlagnahmung von Waffen und Munition vor der libyschen Küste.

Mittelmeer-Mission -
Wie die EU Libyen zum Frieden verhelfen kann
 

Am Mittwoch nimmt die neue EU-Libyen-Mission "Irini" ihre Arbeit auf. Sie soll das seit Jahren unwirksame Waffenembargo in dem Bürgerkriegsland überwachen. Kann das funktionieren?

Ausländische Mächte mischen in Libyen mit

Das ölreiche Land war nach dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 ins Chaos gestürzt. Unzählige Milizen kämpfen seitdem in Libyen um Macht und Einfluss. Dabei mischen auch zahlreiche ausländische Mächte mit.

Die Regierung von Al-Sarradsch ist mit der Türkei verbündet, während Haftar unter anderem von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Ägypten und Russland unterstützt wird.

Von UN vermitteltes Abkommen abgelehnt

Haftar hatte jüngst ein 2015 von den UN vermitteltes Abkommen über die Machtverteilung in dem nordafrikanischen Land für hinfällig erklärt. Die Regierung in Tripolis sprach von einem Putsch, der die Niederlage von Haftars Milizen und Söldnern verdecken solle.

Deutsche Marinesoldaten. Archivbild

Waffenembargo gegen Libyen -
EU kehrt zurück aufs Mittelmeer
 

"Irini", der Name kommt von der griechischen Friedensgöttin: Jetzt kehrt die zurück aufs Mittelmeer. Die Mission soll das Waffenembargo gegen Libyen überwachen.

Die UN beklagen, das geltende Waffenembargo werde immer wieder verletzt. Die UN-Sondergesandte für Libyen, Stephanie Williams, hatte erst jüngst erneut zu einer humanitären Kampfpause aufgerufen, die den Weg zu einem anhaltenden Waffenstillstand ebnen könnte.

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