Lindner: Staat kann Gaspreise nicht ganz kompensieren

    Finanzminister zur Energiekrise:Lindner: Gaspreise nicht ganz kompensieren

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    Finanzminister Lindner fordert die EU zu einem Gaspreisedeckel für importierte Energie auf. Es gehe darum, Übertreibungen beim Gaspreis zu bekämpfen.

    Finanzminister Christian Lindner während einer Rede im Bundestag.
    Finanzminister Christian Lindner während einer Rede im Bundestag.
    Quelle: epa

    Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) mahnt weitere Anstrengungen in der EU an, um den derzeit enorm hohen EU-Importpreis für Gas zu deckeln. Es geht darum, "bizarre Übertreibungen" beim Gaspreis zu bekämpfen, sagte Lindner der "Rheinischen Post".
    "Bezogen auf die Gasimporte ist meine Prüfidee, dass die EU eine Art atmenden Deckel für Importgas einführt." Ein solcher Deckel müsse spürbar oberhalb des Weltmarktpreises für Flüssiggas liegen, sagte Lindner weiter.

    Lindner: Preisspitzen abschneiden

    Mit einem solchen Instrument könne es gelingen, "die absurden Preisspitzen abzuschneiden", sagte Lindner. Zum Beschluss der Bundesregierung zur Einführung einer Gaspreisbremse sagte Lindner, der Staat werde die Preissteigerungen infolge des Ukraine-Krieges nicht komplett kompensieren. Das wäre weder ökonomisch möglich noch wäre es sinnvoll, weil Anreize für Sparsamkeit gebraucht würden, so der Minister.
    Die Bundesregierung habe einen 200-Milliarden-Euro-Abwehrschirm gegen die Energiekrise aufgestellt, um die Vernichtung von Existenzen zu verhindern.

    "Wir schützen die Menschen vor finanzieller Überforderung und die Wirtschaft vor ruinösen Preisspitzen."

    Christian Lindner

    Aber Einschränkungen und einen Strukturwandel in der Wirtschaft könne der Staat nicht verhindern. Klar sei, dass man den Preis für die Energieabhängigkeit von Russland und Versäumnisse zahlen.

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    Schockwirkung reduzieren?

    Die derzeitigen Kosten für Energieimporte seien Ausdruck eines Wohlstandsverlustes. Als Finanzminister könne er mit Krediten einen Abwehrschirm aufspannen, um die Schockwirkung zu reduzieren. "Aber die Tatsache, dass wir Kapital ins Ausland verlieren, kann ich nicht ändern", sagte der FDP-Politiker.
    Quelle: AFP, dpa

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