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Innerparteiliche Differenzen - Linken-Führung gegen Wagenknecht-Ausschluss

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Mehrere Mitglieder hatten einen Antrag gestellt, Sahra Wagenknecht aus der Linkspartei auszuschließen. Das Vorhaben sei "nicht gerechtfertigt", heißt es nun von der Parteispitze.

Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht. Archivbild
Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht. Archivbild
Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die Spitze der Linkspartei und die Fraktionsspitze haben den Antrag mehrerer Parteimitglieder kritisiert, Ex-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht aus der Partei auszuschließen.

Auseinandersetzung mit Kontrahenten hat Vorrang

Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler erklärte "für die Partei", wie es in einer Mitteilung am Freitag hieß, man halte den Ausschlussantrag nicht für richtig und für nicht gerechtfertigt. In Wahlkampfzeiten habe die Auseinandersetzung mit den politischen Kontrahenten Vorrang.

Wir fordern alle Mitglieder der Linken auf, innerparteiliche Differenzen zurückzustellen und sich aktiv in den Bundestagswahlkampf einzubringen.
Jörg Schindler, Die Linke

Die Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch, wiesen den "Angriff auf unser Fraktionsmitglied Sahra
Wagenknecht" entschieden zurück.

Es wird nur der anerkannt und wertgeschätzt, der sich durch irgendetwas von der Mehrheit unterscheidet, so Sahra Wagenknecht bei "Markus Lanz".

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Dieser spalte und befördere nicht die notwendige Auseinandersetzung mit der politischen Konkurrenz.

Solche Attacken haben keinen Platz in einer pluralen und solidarischen Partei.
Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion

Man werde in den nächsten Wochen gemeinsam mit Sahra Wagenknecht und mit vielen anderen für eine starke Linke kämpfen.

Vorwurf, Wagenknecht würde Linken schaden

Mehrere Mitglieder der Linkspartei hatten ein Parteiausschlussverfahren gegen Wagenknecht bei der nordrhein-westfälischen Landesschiedskommission beantragt.

Begründet wird der Antrag nach einem "Spiegel"-Bericht damit, dass Wagenknecht der Partei "schweren Schaden" zugefügt habe. Der Antrag beschäftige sich vor allem mit Wagenknechts neuem Buch "Die Selbstgerechten", hieß es von Seiten der Partei.

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10 min

Wegen des Buchs steht sie bei der Linken in der Kritik. Gegner sehen es als Abrechnung Wagenknechts mit der eigenen Partei. Wagenknecht ist Spitzenkandidatin der NRW-Linken für den Bundestag.

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