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Merkel in Großbritannien - Berlin und London für engere Beziehungen

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Bei ihrem Treffen mit Premier Johnson hat sich Kanzlerin Merkel für eine engere Zusammenarbeit ausgesprochen. Sie sagte auch zu, die Corona-Einreiseregeln für Briten zu überprüfen.

Es sind ihre letzten Staatsbesuche: Angela Merkel trifft heute in London nicht nur auf Premierminister Johnson. Sie wird auch zu einer Privataudienz bei Königin Elizabeth empfangen.

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Zukunftsplanung beim Abschiedsbesuch der Bundeskanzlerin in Großbritannien: Beim Treffen auf dem Landsitz der britischen Regierung, Chequers, haben Angela Merkel (CDU) und Premierminister Boris Johnson einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen ihren Ländern vereinbart.

Dazu sollen ein Kooperationsvertrag und regelmäßige jährliche Treffen ihrer Regierungen beitragen, wie Merkel und Johnson bei einer Pressekonferenz mitteilten. Bei weiteren Themen war die Einigkeit zwischen den beiden Regierungschefs hingegen weniger ausgeprägt. Merkel reiste im Anschluss an das Treffen zu einer Audienz bei Queen Elizabeth II. nach Windsor weiter.

Merkel besorgt über volle EM-Stadien

Die Kanzlerin sagte dem britischen Premier zu, die strikten Einreisebeschränkungen für Großbritannien wegen der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus bald zu lockern. Sie gehe davon aus, dass das Land "in wirklich absehbarer Zeit" vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet heruntergestuft werde, so Merkel.

Besorgt zeigte sie sich allerdings über die geplante Austragung der Halbfinalspiele und des Finales der Fußball-Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion vor bis zu 60.000 Zuschauern. Sie verwies darauf, dass bei den Spielen in München deutlich weniger Zuschauer zugelassen worden seien.

Die britische Regierung wird ihre Entscheidungen treffen. Aber ich bin sorgenvoll und skeptisch, ob das gut ist und nicht ein bisschen viel.
Kanzlerin Angela Merkel

Johnson: Mauer gegen Corona durch Impfen

Johnson wies hingegen auf die weit fortgeschrittene Corona-Impfkampagne in Großbritannien hin. "Der entscheidende Punkt ist, dass wir hier im Vereinigten Königreich eine beträchtliche Mauer aufgebaut haben durch das Impfprogramm", sagte er.

Europa ist im EM-Fieber. Besonders schwierig ist die Lage in London. Dort finden viele Spiele statt, während sich die Delta Variante in Großbritannien ausbreitet.

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Großbritannien verzeichnet derzeit die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen in Europa und ist von Deutschland als einziges europäisches Land neben Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft. Das bedeutet, dass von dort keine britischen Staatsbürger ohne Wohnsitz in Deutschland von Fluggesellschaften, Bahn- oder Busunternehmen nach Deutschland befördert werden dürfen.

Diejenigen, die einreisen dürfen, müssen für 14 Tage in Quarantäne - auch wenn sie vollständig geimpft oder genesen sind. Bei einer Herabstufung zum Hochinzidenzgebiet können sich die Reisenden durch einen Impf- oder Genesenen-Nachweis von der Quarantäne befreien oder sich nach fünf Tagen von der Quarantäne freitesten lassen.

Merkel fordert Lösung im Nordirland-Streit

Zu dem anhaltenden Streit über die Umsetzung des sogenannten Nordirland-Protokolls im Brexit-Abkommen betonte Merkel, es müsse eine Lösung gefunden werden, die für alle Seiten akzeptabel sei. Im Hinblick auf das angespannte Verhältnis zwischen London und Brüssel mahnte sie Geduld an. Es brauche Zeit, bis sich die Beziehungen normalisierten. "Mit gutem Willen und Geduld können wir das klären", sagte auch Johnson über die Konflikte mit der EU.

Wenn es um Craft-Biere geht, sind die Briten ganz weit vorn. Oder waren es: Seit dem Brexit ist der europäische Markt für diese nur begrenzt haltbare Ware jedoch zusammengebrochen.

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Die EU war London erst vor wenigen Tagen in einem Streit um die Einfuhr von gekühlten Fleischprodukten nach Nordirland entgegen gekommen und hatte eine Übergangsfrist verlängert. Wegen abweichender Hygieneregeln hätten solche Produkte eigentlich ab Juli nicht mehr von England, Schottland und Wales nach Nordirland eingeführt werden dürfen. Nun gab es drei Monate Aufschub.

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