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Schäuble nach Lübcke-Urteil : "Hass und Hetze entschlossener unterbinden"

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Nach dem Urteil im Fall Lübcke hat Bundestagspräsident Schäuble dazu aufgerufen, Hass und Hetze noch entschiedener entgegenzutreten. Man müsse den Anfängen wehren.

Mit dem Urteil gegen den Mörder des CDU-Politikers Walter Lübcke sei die Sache nicht erledigt, sagt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im ZDF heute journal. Wohin Hass, Hetze und Diskriminierung führen könnten und dass man den Anfängen wehren müsse, habe der gestrige Tag wieder deutlich gemacht, an dem an den Holocaust erinnert wurde.

Erst sind es Worte, und am Ende sind es Taten gegen Minderheiten oder auch gegen Menschen, die Verantwortung übernehmen wie Walter Lübcke.

Schäuble: Für Demokratie eintreten

Wichtig sei, für die Demokratie einzutreten - das gelte für jeden Bürger und jeden Politiker. "Wir dürfen keine Angst haben", mahnte Schäuble. "Wir können den Anfängen wehren, indem wir es einfach nicht dulden."

Die Bekämpfung von terroristischen Straftaten und die entsprechenden Informationen zu sammeln, sei natürlich Sache der Polizei und der Nachrichtendienste. Und die Zusammenarbeit sei nach den Erfahrungen der "rechtsterroristischen Mörderbande NSU" besser geworden.

Bundestagspräsident: Freiheit im Internet hat Grenzen

Es müsse aber weiter daran gearbeitet werden, diese Hetze in den sozialen Netzwerken früher und entschlossener zu unterbinden. Auch die Freiheit im Internet habe ihre Grenzen, wenn sie dazu führten, dass Menschen ermordet werden.

Und alle, die sich an Hetze beteiligten, trügen eine Mitschuld. Es fange mit der Sprache. "Natürlich müssen wir unterschiedliche politische Meinungen - das ist ja der Sinn unserer freiheitlichen Ordnung - ertragen und akzeptieren", so Schäuble. Aber es müsse klar sein, wo die Grenze ist.

Und die Grenze ist eben da, wo Minderheiten diffamiert werden, oder wo Hass und Hetze geschürt werden - ob gegen Minderheiten oder gegen Menschen, die ihrer Verantwortung gerecht werden.
Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident

Dagegen müssen "wir mit aller Entschiedenheit vorgehen", mahnte Schäuble. Der Holocaust, an den am Mittwoch erinnert wurde, sei Mahnung genug, den Anfängen zu wehren - "und die Gefahr ist groß genug".

Schäuble fordert mehr Kompetenzen für Polizei

Die Vorbereitung schwerer Gewalttaten im Internet nehme zu, sagte Schäuble. Deswegen sei es höchste Zeit, dass alles getan werde, um solchen Taten vorzubeugen. Dazu bräuchten allerdings diejenigen, die die Verantwortung für die Sicherheit haben, die notwendigen rechtlichen Instrumente.

"Wenn die Verbrecher, die Extremisten, die Terroristen das Internet zur Vorbereitung nutzen, dann müssen auch die, die die Sicherheit gewährleisten müssen, das Internet insoweit kontrollieren können, um solche Straftaten, wenn irgend möglich, zu verhindern."

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