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Selenskyj verkündet Eroberung : London: Lyman "Rückschlag" für Putin

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj feiert die Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Lyman von russischen Truppen. Für Putin ist das laut London ein Rückschlag.

Nach Darstellung Selenskyjs befinden sich in der ostukrainischen Stadt keine russischen Truppen mehr.

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Nach dem Rückzug russischer Truppen aus Lyman in der Ostukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die vollständige Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt verkündet.

Seit 12:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) sei die Stadt "vollständig geräumt", sagte der Präsident am Sonntagmittag in einem nur zehn Sekunden langen Video.

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, hatte am Samstag den Rückzug bekanntgegeben und den Schritt mit der Gefahr einer Einkesselung begründet.

Lyman ist für die Ukraine und für Russland strategisch wichtig

Zuvor hatten ukrainische Behörden von rund 5.000 eingekesselten russischen Soldaten gesprochen. Weiterhin unklar ist, wie viele Soldaten getötet oder in Gefangenschaft geraten sind.

Satellitenbild von der Stadt Lyman
Satellitenbild von der Stadt Lyman
Quelle: AP

Lyman liegt im östlichen Gebiet Donezk. Mit dem Fall der Stadt öffnet sich für die ukrainischen Truppen der Weg Richtung Kreminna und Swatowe.

Beide Städte liegen im Gebiet Luhansk und gelten - speziell Swatowe - als wichtige Verkehrsknotenpunkte. Anfang des Sommers hatte die russische Armee das Gebiet Luhansk für "befreit" erklärt. Zudem war Lyman ein wichtiger Knotenpunkt an der russischen Front für die russische Bodenkommunikation und die Logistik.

Verlust Lymans ist weiterer Rückschlag für den Kreml

Die Geländegewinne im Zuge der ukrainischen Gegenoffensive, bei der im September ein Großteil der Region Charkiw zurückerobert worden war, stellten eine Demütigung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin dar und brachten ihm seltene Kritik innerhalb des eigenen Landes ein.

Das ukrainische Militär konnte die strategisch wichtige Stadt Lyman in der Region Donezk befreien, die russische Armee musste sich zurückziehen.

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Der Verlust Lymans ist ein weiterer Rückschlag für den Kreml, der den Krieg nach Scheinreferenden durch die illegale Annexion der Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson zu eskalieren sucht und vermehrt mit dem Einsatz von Atomwaffen droht.

Schwere Verluste für Russland beim Rückzug?

Das britische Verteidigungsministerium schrieb am Sonntag in einem geheimdienstlichen Lagebild, das es bei Twitter veröffentlichte, das russische Militär habe sich am Samstag angesichts ukrainischer Vorstöße aus Lyman zurückgezogen.

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Bei dem Rückzug über die einzige zu dem Zeitpunkt noch in russischen Händen befindliche Straße habe Russland wahrscheinlich schwere Verluste erlitten. Das Geschehen sei ein "signifikanter politischer Rückschlag" für Moskau. Die Rückeroberung der Stadt ebne den Weg für weitere Vorstöße der ukrainischen Truppen in von Russland besetztes Territorium.

Militärexperten: Entscheidung von Putin

Die Militärexperten des renommierten Institute for the Study of War sehen in dem Rückzug russischer Truppen aus Lyman "mit ziemlicher Sicherheit" eine bewusste Entscheidung von Putin selbst. Nicht die Militärkommandos hätten entschieden, dass die Frontlinien nahe der Städte Kupjansk oder Lyman nicht verstärkt werden, sondern der Präsident selbst, hieß es in einer ersten Analyse. Es deute darauf hin, dass sich Putin vielmehr um die Sicherung strategischer Gebiete in den Regionen Cherson und Saporischschja kümmern wolle.

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Ukrainische Soldaten schießen mit einem Bureviy-Mehrfachraketensystem auf eine Position in der Region Donezk, während Russlands Angriff auf die Ukraine weitergeht, Ukraine, 29. 11. 2022.
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