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Maas fordert Türkei zur Deeskalation auf

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Gasstreit mit Griechenland - Maas fordert Türkei zur Deeskalation auf

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"Kein Wechselspiel zwischen Eskalation und Entspannung": Während seines Zypern-Besuchs fordert Außenminister Maas die Türkei im Gasstreit mit Griechenland zur Deeskalation auf.

Außenminister Heiko Maas im Gespräch mit Zyperns Präsident Nicos Anastasiades.
Außenminister Heiko Maas spricht in Nikosia mit Zyperns Präsident Nicos Anastasiades.
Quelle: Reuters

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Türkei eindringlich aufgefordert, Provokationen gegenüber den EU-Staaten Griechenland und Zypern zu unterlassen. "Das Wechselspiel der Türkei zwischen Eskalation und Entspannungspolitik, das muss jetzt aufhören", sagte Maas am Dienstag bei einem Besuch in der zyprischen Hauptstadt Nikosia.

Maas: "Herber Rückschlag" für Beziehungen zur EU

Die erneute Entsendung des türkischen Forschungsschiffs "Oruc Reis" zur Erdgas-Erkundung vor der griechischen Mittelmeerinsel Kastelorizo sei "das Gegenteil einer vertrauensbildenden Maßnahme". Sollte es tatsächlich zu neuen Explorationen kommen, wäre das ein "herber Rückschlag" für die Bemühungen um Deeskalation und auch für die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei.

Deutschland und die Europäische Union stehen solidarisch an der Seite Zyperns und an der Seite Griechenlands.
Außenminister Heiko Maas

Zudem sei die Eröffnung eines Strandes in dem türkisch besetzten Teil Zypern für Touristen laut Maas ein "völlig unnötiger und provokativer Schritt". Türkische Truppen waren 1975 in den nördlichen Teil Zyperns einmarschiert. Seither ist die Insel geteilt.

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Der deutsche Außenminister forderte die Türkei eindringlich auf, im Gasstreit auf Zypern und Griechenland zuzugehen. "Es liegt an der Türkei, Bedingungen für Gespräche zu schaffen", sagte Maas nach einem Treffen mit seinem zypriotischen Kollegen Nikos Christodoulides. Er habe sich "ganz bewusst" entschieden, nur nach Zypern und Griechenland zu reisen und nicht wie ursprünglich angedacht auch in die Türkei.

Streit über Suche nach Erdgas im Mittelmeer

Grund für die angespannten Beziehungen ist die Suche der Türkei nach Erdgas im östlichen Mittelmeer. Dabei geht es um Seegebiete, die von Griechenland und Zypern beansprucht werden.

Türkei und Griechenland streiten um die Seegrenzen. Es geht dabei um riesige Gas- und Ölvorkommen am Meeresgrund und die Frage, wem eigentlich welche Gebiete gehören sollten.

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Am Montag hatte die türkische Regierung mitgeteilt, ihr Forschungsschiff "Oruc Reis" werde bis zum 20. Oktober erneut seismische Bodenuntersuchungen unter anderem südlich der griechischen Insel Kastelorizo anstellen.

EU hat vorerst auf Sanktionen gegen Türkei verzichtet

Die EU hatte Anfang Oktober auf von Zypern und Griechenland geforderte Sanktionen gegen die Türkei verzichtet. Für den Fall neuer türkischer Maßnahmen im Erdgasstreit drohte sie aber mit einer Reaktion.

Ende September noch hatten die Türkei und Griechenland über den Konflikt sprechen wollen:

Das türkische Forschungsschiff "Oruc Reis"

Erdgaskonflikt im Mittelmeer -
Türkei und Griechenland wollen sprechen
 

Vier Jahre lang lagen die Gespräche auf Eis - nun wollen Athen und Ankara sie neu starten. Der Streit über Erdgasvorkommen im Mittelmeer war in den letzten Monaten eskaliert.

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