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Bundesaußenminister Heiko Maas - Lukaschenko wird "bitteren Preis" zahlen

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Nach der erzwungenen Landung eines Ryanair-Fliegers in Minsk schaltet sich Bundesaußenminister Heiko Maas in die Debatte ein und kündigt harte Konsequenzen gegen Lukaschenko an.

Nach der erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs in Minsk hat die EU umgehend Sanktionen gegen Belarus beschlossen. Diese betreffen vor allem die Lufträume von EU und Belarus.

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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine harte Reaktion auf die Festnahme eines Bloggers durch die belarussische Führung unter Staatschef Alexander Lukaschenko angekündigt. Maas sagte am Dienstag:

Jedem Diktator der mit derlei Gedanken spielt, dem muss klar gemacht werden, dass es dafür einen bitteren Preis zu zahlen gibt.
Heiko Maas, Bundesaußenminister

Die Führung in Belarus hatte ein Flugzeug mit dem Oppositionellen Roman Protasewitsch an Bord zur Landung in Minsk gezwungen und diesen dort festgenommen. Über seinen Verbleib gibt es keine näheren Informationen.

Maas sprach von einem "gravierenden Eingriff in den zivilen Luftverkehr". EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den Vorgang auf Twitter als "Entführung".

Der Regimegegner Protassewitsch ist in Minsk aus einer Passagiermaschine entführt worden. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa erklärt, was dies für die Opposition in Belarus bedeutet.

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Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats geplant

Der UN-Sicherheitsrat will am Mittwoch eine Dringlichkeitssitzung zu Belarus abhalten, um über die erzwungene Landung eines Flugzeugs und die dadurch ermöglichte Festnahme eines Regierungskritikers zu beraten. Die informelle Sitzung finde auf Antrag Frankreichs, Irlands und Estlands statt, hieß es am Dienstag aus Diplomatenkreisen.

Die Sitzung werde virtuell und unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten.

Ryanair-Flugzeug zur Landung gebracht, Blogger entführt

Die Behörden des autoritär geführten Landes hatten am Sonntag ein Ryanair-Flugzeug auf dem Weg von Griechenland nach Litauen mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in Minsk gezwungen - angeblich wegen einer Bombendrohung. Die Maschine flog später mit Stunden Verspätung weiter nach Vilnius.

Nicht mehr an Bord waren der regierungskritische Blogger Protasewitsch und seine Freundin. Beide wurden festgenommen. Dem 26-Jährigen, der zuletzt im Ausland lebte, drohen mehrere Jahre Haft.

Der Kreml in Moskau hofft, dass zumindest Sofia Sapega in naher Zukunft freigelassen wird. Sie hat die russische Staatsbürgerschaft.

Belarus erzwingt Flugzeuglandung und nimmt Aktivisten fest. Was steckt dahinter? Experten erklären

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Freilassung des Bloggers gefordert

Protasewitsch meldete sich am Montagabend mit einem Video zu Wort. Seine Unterstützer gehen davon aus, dass er zu den Aussagen gezwungen und zuvor gefoltert wurde. Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich nach der Veröffentlichung des Videos besorgt gezeigt.

Es sei "zutiefst beunruhigend", die Aufnahme anzuschauen, twitterte Johnson, der früher unter anderem als Zeitungskorrespondent in Brüssel gearbeitet hat und betonte:

Als Journalist und leidenschaftlicher Anhänger der Meinungsfreiheit fordere ich seine sofortige Freilassung. Das Handeln von Belarus wird Konsequenzen haben.
Boris Johnson, britischer Premierminister

Mehrere westliche Staats- und Regierungschefs verlangten die sofortige Freilassung des Bloggers. An der Führung in Minsk dürften solche Forderungen aber abprallen. Die EU erweiterte deshalb auch die bestehende Liste mit Personen und Unternehmen, gegen die Vermögenssperren und Einreiseverbote gelten.

Nachrichten | heute 19:00 Uhr - Belarus: "Nicht so angreifbar für Sanktionen" 

Die EU hat ein Paket mit Sanktionen gegen das belarussische Regime beschlossen. ZDF-Korrespondentin Anne Gellinek erklärt, was diese bewirken könnten.

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