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Maas: Wir brauchen die WHO

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Weltgesundheitsorganisation - Maas: Wir brauchen die WHO

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US-Präsident Trump hatte die Weltgesundheitsorganisation in der Corona-Krise hart kritisiert. Bundesaußenminister Heiko Maas hält das für falsch, gerade in der jetzigen Situation.

In der Coronakrise die WHO infrage zu stellen oder ihre Finanzierung zu kappen, findet Außenminister Maas nicht nachvollziehbar. Er sei nicht der Auffassung, dass sie alles richtig mache, aber ein Rückzug aus der WHO sei kein "besonders geeigneter Weg".

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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat im ZDF die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert, Zahlungen an die WHO einzustellen. "In so einer Phase, die WHO in Frage zu stellen oder ihre Finanzierung zu kappen, das ist so, als wenn man aus einem fliegenden Flugzeug den Piloten rausschmeißen würde", sagte Maas im ZDF heute journal.

Schwere Vorwürfe an WHO

Trump hatte am Dienstag einen Stopp der Beitragszahlungen an die WHO veranlasst. Er machte die Organisation für die vielen Toten in der Krise mitverantwortlich und warf ihr vor, die Epidemie mit Missmanagement und Vertrauen auf Angaben aus China dramatisch verschlimmert zu haben. Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe. So lange lägen die Zahlungen auf Eis.

Chinas Behörden hätten den Ausbruch von Covid-19 mehrere Wochen vertuscht, so der Vorwurf. Dennoch war fast jeder öffentliche Auftritt der WHO gegenüber China voll des Lobes. Besonders an Taiwan zeigt sich, wie die Organisation vor Peking kuscht.

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Trumps Schritt stieß international auf Kritik - zudem dem US-Präsidenten selbst vorgeworfen wird, die Krise über eine lange Zeit kleingeredet zu haben.Trump griff die WHO kurz vor dem G7-Gipfel erneut scharf an. Die WHO sei "ein Werkzeug Chinas" in der Krise gewesen, sagte er am Mittwoch. "Schauen Sie sich alles an, was passiert ist, sie haben falsch gelegen." Das sei entweder ein "tragischer Fehler" gewesen, oder die WHO habe bewusst so gehandelt.

Die US-Regierung hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der G7-Gruppe inne, zu der auch Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Japan gehören. Ein für Juni in den USA geplantes G7-Gipfeltreffen hatte Washington wegen der Pandemie abgesagt.

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