ZDFheute

Macron kündigt Hilfskonferenz an

Sie sind hier:

Libanon nach der Explosion - Macron kündigt Hilfskonferenz an

Datum:

Bei einem Besuch in Beirut zeigt sich Macron schockiert von dem Ausmaß der Zerstörung nach der Explosion. Er verspricht dem Libanon internationale Hilfe.

Während seines Besuchs wurde der Staatschef von wütenden Anwohnern empfangen. Die aufgebrachten Menschenmengen riefen: "Das System ist korrupt. Wir zählen auf Sie!"

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach der Explosionskatastrophe in Beirut mit 135 Toten eine baldige internationale Hilfskonferenz angekündigt. Die Hilfe an Ort und Stelle solle von den Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank koordiniert werden, sagte er am Donnerstag vor Journalisten in der libanesischen Hauptstadt.

Präsident Macron in einer Menschenmenge bei seinem Besuch in Beirut
Macron in einer Menschenmenge in Beirut.
Quelle: epa

Bei der Konferenz solle es darum gehen, eine internationale Finanzierung für Medikamente, medizinische Behandlung oder Nahrungsmittel sicherzustellen. Dabei seien Europäer, Amerikaner und Länder der Region gefordert. Die Hilfe solle direkt an die Bevölkerung oder Nichtregierungsorganisationen gehen, um Unterschlagungen zu vermeiden.

50 französische Staatsbürger verletzt

Es müsse zudem eine internationale Untersuchung geben, um die Ursache der Katastrophe im Hafen der Hauptstadt zu ermitteln. Etwa 50 französische Staatsbürger seien von der Katastrophe betroffen, sagte Macron. Französische Medien hatten zuvor von etwa 40 Verletzten französischer Nationalität gesprochen. Ein französischer Architekt war ums Leben gekommen.

Nachrichten | heute 19:00 Uhr -
Explosion in Beirut: Was war der Auslöser?
 

Eine Untersuchungskommission soll den Ursachen für die Explosion auf den Grund gehen. Die heißeste Spur: 2750 Tonnen des explosiven Ammoniumnitrats lagerten im Hafen von Beirut.

von Christoph Destairel
Videolänge:
1 min

Frankreich werde ein Kriegsschiff mit Medikamenten und Helfern schicken, es solle in einer Woche eintreffen, kündigte der Staatschef an. Aus Frankreich flogen bereits drei Flugzeuge mit Helfern und Hilfsmaterial ab.

Macron: "Es gibt keine französische Lösung"

Macron erneuerte frühere Forderungen nach einem tiefgreifenden politischen Wandel in dem Mittelmeerstaat. "Vertrauen und Hoffnung müssen neu geschaffen werden." Es müsse einen "neuen Pakt" mit dem libanesischen Volk geben. Frankreich wolle nicht die gewählten Vertreter des krisengeschüttelten Landes ersetzen: "Es gibt keine französische Lösung."

Der Präsident bekräftigte seine frühere Aussage, wonach er am 1. September in den Libanon zurückkehren wolle. Der Libanon war früher Teil des französischen Mandatsgebiets im Nahen Osten, die beiden Länder sind immer noch eng verbunden.

Wut und Verzweiflung in Beirut -
Macron zwischen Hass und Jubel
 

Frankreichs Macron und seinem libanesischen Kollegen schlägt in Beirut Hass entgegen. Macron alleine wird von den Libanesen allerdings gefeiert.

Videolänge:
1 min

Der französische Präsident hatte sich zuvor als erster ausländischer Staatschef ein Bild von den Zerstörungen in Beirut gemacht. Im Hafen der Stadt waren am Dienstagabend 2.750 Tonnen beschlagnahmtes und ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen gelagertes Ammoniumnitrat detoniert. Nach Angaben der Behörden wurden dabei mindestens 135 Menschen getötet und mehr als 5.000 weitere verletzt. Rund 300.000 Menschen wurden obdachlos. Dutzende Menschen werden noch immer vermisst.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.