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Angriff in Südfrankreich - Video zeigt Ohrfeige für Macron

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Ein Video zeigt einen Angriff auf Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron. Der Élyséepalast spricht von einem "versuchten Schlag".

Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich.
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich.
Quelle: Philippe Desmazes/AFP Pool/AP/dpa

Der französische Präsident Emmanuel Macron ist bei einer Reise in Frankreich von einem Mann körperlich angegriffen worden - ein Video zeigt eine Ohrfeige. Der Élyséepalast bestätigte den Vorfall, sprach aber von einem "versuchten Schlag".

Die Hintergründe waren zunächst noch unklar. Medienberichten zufolge wurden zwei Menschen festgenommen. Parteiübergreifend verurteilten Politikerinnen und Politiker in Frankreich den Angriff scharf. Die Demokratie sei ins Visier genommen worden, sagte Premierminister Jean Castex.

Paris kommentiert Ohrfeige für Macron nicht weiter

Macron war am Dienstag vor weiteren Corona-Lockerungen in das Département Drôme gereist, um mit Gastwirten zu sprechen. Er besuchte etwa eine Hotelfachschule in Tain-l'Hermitage in der Nähe von Lyon. Draußen standen dabei zahlreiche Menschen hinter einem Absperrgitter, wie Aufnahmen zeigen. Macron ging auf diese zu und streckte seine Hand in Richtung eines Mannes aus. Dieser holte mit seiner Hand aus und traf Macron offenbar mit der Hand im Gesicht.

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Der Präsidentenpalast kommentierte den Vorfall nicht weiter, sprach aber auch auf Nachfrage von einem Versuch, den Präsidenten zu schlagen. Der 43-Jährige habe seine Reise schließlich fortgesetzt, teilte der Élysée mit. Medienberichten zufolge soll der Angreifer "Montjoie Saint Denis" und "Nieder mit der Macronie" gerufen haben. "Montjoie Saint Denis" ist laut Medien ein Schlachtruf des früheren Königreichs Frankreich, der heute noch von Royalisten benutzt wird.

Macron-Kontrahenten verurteilen Angriff

Macron wurde seit Beginn seiner Amtszeit Medienberichten zufolge zwar öfter ausgebuht oder verbal angegriffen - nie jedoch körperlich. Zuvor war er aber etwa als Wirtschaftsminister bereits mit Eiern beworfen worden. Im Jahr 2002 wurde während des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli ein Mordanschlag auf den damaligen Präsidenten Jacques Chirac vereitelt. Ein Rechtsradikaler hatte damals versucht, Chirac zu erschießen. Der damalige Präsident Nicolas Sarkozy wurde 2011 von einem Mann tätlich angegriffen.

Rechtspopulistin Marine Le Pen verurteilte den Vorfall:

Eine demokratische Debatte kann zwar erbittert sein, aber sie kann niemals physische Gewalt tolerieren.
Marine Le Pen

Auch Linksaußen-Politiker Jean-Luc Mélenchon zeigte sich solidarisch mit dem Präsidenten. Beide wollen im kommenden Jahr bei den Präsidentschaftswahlen gegen Macron antreten. Bei den nun Festgenommenen soll es sich Berichten nach um zwei Männer handeln, wie etwa der Sender Franceinfo berichtete. Einer von ihnen sei mutmaßliche Angreifer. Dem Sender BFM TV zufolge sind die Männer etwa 28 Jahre alt.

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