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EU verurteilt "Kidnapping" - Mali: Präsident von Soldaten festgenommen

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Soldaten haben in Mali die Führung der Übergangsregierung festgenommen. UN-Generalsekretär António Guterres forderte die umgehende Freilassung.

Soldaten nehmen in Mali die Staatsführung fest, nach einer umstrittenen Regierungsumbildung. Als Drahtzieher gilt Vize-Präsident Goita, der im vergangenen August erst einen Militärputsch angeführt hatte. Etwa 1.000 deutsche Soldaten arbeiten in Mali.

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Malis Übergangspräsident Bah N'Daw und Ministerpräsident Moctar Ouane sind von Soldaten festgenommen worden. UN-Generalsekretär António Guterres forderte die umgehende Freilassung der beiden Inhaftierten.

N'Daw und Ouane seien demnach in ein Militärcamp in Kati 15 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako gebracht worden. Das sagte ein Militäroffizier, der anonym bleiben wollte, der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend.

Guterres fordert Freilassung

Die EU verurteilte das "Kidnapping". Guterres schrieb auf Twitter, er sei zutiefst besorgt über die Nachricht der Inhaftierung "ziviler Anführer des malischen Übergangs":

Ich fordere Ruhe und ihre bedingungslose Freilassung.
António Guterres, UN-Generalsekretär

EU-Ratspräsident Charles Michel sagte nach Beratungen der Staats- und Regierungschef beim EU-Gipfel in Brüssel: "Wir verurteilen, was in den vergangenen Stunden in Mali passiert ist." Man rufe zu einem zivilen Übergang auf und sei auch bereit, angesichts der schwerwiegenden Ereignisse "notwendige Maßnahmen" zu prüfen.

Militärputsch in Mali

Wenige Stunden zuvor hatten die Anführer der Übergangsregierung per Dekret ein neues Kabinett ernannt, in dem das Militär trotz gegenteiliger Versprechen strategisch wichtige Ämter besetzt. Offiziere werden die Ministerien für Verteidigung, Sicherheit, territoriale Verwaltung und nationale Versöhnung leiten, wie die Regierung am Montagabend mitteilte.

Insgesamt 25 Minister wurden ernannt; elf darunter sind Neueinsteiger. Einige Armeeoffiziere seien jedoch von der neuen Regierung ausgeschlossen worden. Dazu gehören der bisherige Verteidigungsminister Oberst Sadio Camara und Sicherheitsministers Oberst Modibo Koné.

Der Bundeswehreinsatz in Mali wird um ein weiteres Jahr verlängert und ausgeweitet. Bis zu 1.100 Bundeswehrsoldaten können im Rahmen der Stabilisierungsmission eingesetzt werden.

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Mali: Regierungsaufläsung am 14. Mai

Im westafrikanischen Krisenstaat Mali war am 14. Mai die Regierung aufgelöst worden. Übergangspräsident Bah N'Daw bestätigte per Dekret Ministerpräsident Moctar Ouane im Amt und beauftragte ihn mit der Bildung einer neuen Regierung.

Die Übergangsregierung in Mali hatte erst im Januar die Militärjunta abgelöst. Auf Druck vor allem des westafrikanischen Regionalbündnisses Ecowas wurde später eine Übergangsregierung mit Ex-Verteidigungsminister N'Daw an der Spitze gebildet.

Bundeswehr in Mali

In Mali ist auch eine UN-Mission zur Stabilisierung des Landes im Einsatz, an der auch Bundeswehrsoldaten beteiligt sind. Der Großteil der Bundeswehrsoldaten ist im Camp Castor in Gao im Norden Malis im Rahmen der UN-Truppe Minusma stationiert.

Zusätzlich sind als Teil der EU-Ausbildungsmission EUTM deutsche Soldaten dort, überwiegend in einem Feldlager in Koulikoro, nord-östlich der Hauptstadt. An dem Einsatz EUTM Mali sind bis zu 1.077 Soldaten beteiligt. Deutschland stellte davon zuletzt bis zu 450. Vom 1. Juni an sollen es eigentlich sogar bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten sein.

Nach dem Putsch in Malis Hauptstadt Bamako durch Teile des Militärs hat Präsident Keïta seinen Rücktritt verkündet. Die bereits prekäre Sicherheitslage im westafrikanischen Land, in dem auch die Bundeswehr stationiert ist, droht zu eskalieren.

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