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Paris kritisierte Regime : Mali weist französischen Botschafter aus

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Neuer diplomatischer Tiefpunkt zwischen Mali und Frankreich: Weil Außenminister Le Drian die Militärregierung Malis kritisierte, muss Frankreichs Botschafter das Land verlassen.

Malis Übergangspräsident Assimi Goita. Archivbild
Übergangspräsident Assimi Goita: Malis Militärregierung stößt immer mehr Verbündete vor den Kopf. (Archivbild)
Quelle: Habib Kouyate/XinHua/dpa

Die militärische Übergangsregierung im westafrikanischen Mali hat den französischen Botschafter des Landes verwiesen. Wenige Tage zuvor hatte Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian den internationalen Anti-Terror-Kampf in Mali in Frage gestellt.

Botschafter Joel Meyer sei aufgefordert, Mali innerhalb von 72 Stunden zu verlassen, teilte die Regierung mit. Grund dafür seien die "feindseligen und empörenden Äußerungen" und die Bestätigung der Äußerungen durch die französischen Behörden in Mali, hieß es.

Franzosen und Dänen raus - russische Söldner rein?

Le Drian hatte dem Sender RTL am Freitag gesagt, man könne angesichts der sich verschlechternden politischen und militärischen Lage in Mali nicht am Status quo festhalten, ohne jedoch konkret von einer möglichen Beendigung der französischen Operation "Barkhane" zu sprechen. Jüngst erst hatte die Militärjunta in Mali Dänemark zum Abzug seiner Soldaten aus dem Land aufgefordert.

Auch zwischen Frankreich und Mali haben sich die Beziehungen in den vergangenen Monaten zunehmend verschlechtert. Der Einsatz der russischen Söldnerfirma Wagner durch die Militärregierung stößt in Frankreich und bei seinen Partnern auf Kritik. Auch die für Februar geplanten Wahlen wurden von der Junta abgesagt.

Nach dem Abzug der Truppen aus Afghanistan steht nun mit Mali der nächste Einsatz der Bundeswehr in Frage. ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee berichtet.

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Auch Bundeswehr seit Jahren in Mali aktiv

Frankreich hatte unter Präsident François Hollande 2013 Soldaten nach Mali entsandt, um den Vormarsch dschihadistischer Milizen zu stoppen. Sein Nachfolger Emmanuel Macron hat sich bemüht, die Nachbarländer Malis und weitere europäische Staaten in den Kampf gegen die dschihadistischen Milizen mit einzubeziehen.

Die derzeitige französische Operation "Barkhane" umfasst bis zu 5.100 Soldaten. Mit einer Neuausrichtung seiner Präsenz in der Region und dem Ende von "Barkhane" will Frankreich die Truppenstärke langfristig auf 2.500 bis 3.000 Kräfte reduzieren.

Auch die Bundeswehr hat in Mali mehrere Hundert Soldaten stationiert. In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

Bewaffnete Soldaten in der Nähe der Militärkaserne Lamizana Sangoulé in Ouagadougou, am 23.1.2022.

Nach Protesten gegen Regierung - Burkina Faso: Schüsse in mehreren Kasernen 

Im westafrikanischen Burkina Faso wachsen die Spannungen. In mehreren Militärstützpunkten gibt es Schusswechsel. Die Regierung weist Berichte über einen Putschversuch zurück.

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