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Tag 70 im Ukraine-Krieg : Russland kündigt Feuerpause in Mariupol an

Datum:

Russland kündigt Feuerpause für Stahlwerk in Mariupol an, Selenskyj erteilt russischen Forderungen nach Gebietsabtretungen eine klare Absage. Die Lage an Tag 70 im Überblick.

Schäden am Stahlwerk Asowstal am 04.05.2022
Russland kündigt eine Feuerpause an, dass die Zivilisten aus dem Asow-Stahlwerk in Mariupol fliehen können.
Quelle: dpa

Wir fassen für Sie im Folgenden die wichtigsten Entwicklungen zu Russlands Krieg gegen die Ukraine zusammen. Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Die Lage an Tag 70 im Ukraine-Krieg:

  • Russland will mit verstärkten Angriffen auf Bahnstrecken in der Ukraine den Nachschub an westlichen Waffen abschneiden. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte des Landes hätten sechs Bahnhöfe in der Ukraine "unbrauchbar gemacht, die zur Versorgung des ukrainischen Militärs im Osten mit Waffen dienten". Die Stromversorgung der Stationen sei mit hochpräzisen luft- und seegestützten Waffen bombardiert worden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht bestätigen.

Russland hat in der Ukraine mehrere strategisch wichtige Bahnstationen angegriffen - eine in der Nähe von Lemberg. Das Ziel: Den Nachschub an westlichen Waffen abschneiden.

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  • Die EU-Kommission schlägt in ihrem sechsten Sanktionspaket gegen Russland ein umfassendes Öl-Embargo vor. Mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten sollten sämtliche Importe von russischem Rohöl gestoppt werden, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Europäischen Parlament in Straßburg. Bis Jahresende soll das Embargo auch alle raffinierten Öl-Produkte betreffen. Die 27 EU-Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag der Kommission noch geschlossen zustimmen. Vor allem Ungarn hat bereits Vorbehalte angemeldet.

"Wir wollen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt" - sagt Ursula von der Leyen. Teil der Sanktionen ist der Importstopp von russischem Öl, mit Ausnahmen für Ungarn und Slowakei.

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  • Von der Leyen bestätigte auch Pläne für Strafmaßnahmen gegen weitere russische Banken. Sie sehen ihren Angaben zufolge vor, die Sberbank - die mit Abstand größte russische Bank - und zwei weitere große Banken vom internationalen Finanzkommunikationssystem Swift abzukoppeln.

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Die Situation in den ukrainischen Städten:

  • Russland hat eine Feuerpause und einen vorübergehenden Rückzug der eigenen Truppen für weitere Evakuierungen von Zivilisten aus dem belagerten Stahlwerk in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol angekündigt.
  • Am Donnerstag, Freitag und Samstag sollten jeweils von 8 Uhr bis 18 Uhr Ortszeit so genannte Fluchtkorridore eingerichtet werden, teilte der vom russischen Verteidigungsministerium eingerichtete Koordinierungsstab für humanitäre Maßnahmen am Mittwochabend mit." Während dieser Zeit stellen Russlands Streitkräfte und die Formationen der Volksrepublik Donezk jegliche Kampfhandlungen ein, die Einheiten werden auf eine sichere Entfernung zurückgezogen", heißt es in der Mitteilung.
  • Um das von russischen Truppen eingekesselte Asow-Stahlwerk in Mariupol tobten nach ukrainischen Angaben am Mittwoch heftige Kämpfe. Der Kontakt zu den dort verschanzten ukrainischen Kämpfern sei "verloren gegangen", sagte der Bürgermeister der südukrainischen Hafenstadt, Wadym Boitschenko, im Fernsehen.
Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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  • Russland soll aus den besetzten Gebieten der Ukraine nach Kiewer Angaben 400.000 Tonnen Getreide abtransportiert haben. Das sei etwa ein Drittel der Getreidevorräte in den Regionen Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk, sagte Vizeagrarminister Taras Wyssozkyj im ukrainischen Fernsehen.

Zwischen Russland und der Ukraine gab es am 70. Kriegstag wieder heftige Kämpfe entlang der Front. ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf berichtet aus Kiew.

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Reaktionen und Folgen des russischen Angriffs:

  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat russischen Forderungen nach Gebietsabtretungen ein weiteres Mal eine klare Absage erteilt. "Das Ziel eines jeden Ukrainers ist die Wiederherstellung der territorialen Unversehrtheit in den internationalen Grenzen", sagte Selenskyj bei einer Veranstaltung des "Wall Street Journals" laut einer Mitteilung. Die russischen Truppen müssten sich zurückziehen.
  • Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat dem Kosovo die deutsche Unterstützung bei der angepeilten EU-Mitgliedschaft in Aussicht gestellt. "Der westliche Balkan gehört zu Europa", betonte Scholz nach einem Gespräch mit dem kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti. Unverzichtbar sei allerdings eine Verständigung zwischen dem Kosovo und dem Nachbarland Serbien.
  • Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vucic stellte eine Annäherung mit dem Nachbarland Kosovo in Aussicht. Er werde alles geben, um einen Kompromiss zu erreichen, versicherte Vucic nach einem Treffen mit Scholz.
  • Die Bundesregierung will in Kürze über die Lieferung weiterer schwerer Waffen in die Ukraine entscheiden. Es geht um Panzerhaubitzen - schwere Artilleriegeschütze, die 40 Kilometer weit schießen können. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sagte es werde erörtert, ob die bisher von den Niederlanden geplante Lieferung von fünf Panzerhaubitzen 2.000 aufgestockt werden könne.
  • Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, er habe mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte am Dienstag über das Projekt gesprochen. Es gebe noch keine Entscheidung. "Sie werden da aber ziemlich schnell was zu hören."
  • EU-Ratspräsident Charles Michel hat dem an die Ukraine angrenzenden Moldau eine Ausweitung der Militärhilfe zugesagt. "In diesem Jahr wollen wir unsere Unterstützung für Moldau deutlich erhöhen, indem wir den Streitkräften des Landes zusätzliche militärische Ausrüstung zur Verfügung stellen", sagte Michel bei einem Besuch in der Ex-Sowjetrepublik.

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  • Die deutschen Exporte sind im ersten Monat nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine unerwartet stark gefallen. Sie sanken im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 120,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 

Das war an Tag 69 passiert:

Macron sprach mit Putin, CDU-Chef Merz traf Selenskyj in der Ukraine, russische Soldaten stürmten Stahlwerk in Mariupol. Die Lage im Überblick.

Tag 69 im Ukraine-Krieg - Macron telefoniert mit Putin 

Macron spricht mit Putin, CDU-Chef Merz trifft Selenskyj in der Ukraine, russische Soldaten stürmen Stahlwerk in Mariupol. Die Lage an Tag 69 im Überblick.

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