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Kampf um ukrainische Großstadt : Evakuierung von Mariupol erneut gescheitert

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Eine erneute Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine sollte genutzt werden, um Zivilisten aus Mariupol zu bringen. Doch auch der zweite Versuch hat nicht geklappt.

Wieder ist ein Versuch gescheitert Zivilisten aus den umkämpften Regionen Mariupol und Wolnowacha in Sicherheit zu bringen.

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Auch der zweite Evakuierungsversuch der ukrainischen Hafenstadt Mariupol hat nicht funktioniert. Das berichtet unter anderem ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf: "Der angekündigte Waffenstillstand, der die Evakuierung von Menschen aus Mariupol ermöglichen sollte, ist gescheitert. Wieder wurde das Feuer eröffnet - auf Zivilisten."

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Auch der Kreml und das Rote Kreuz bestätigten die gescheiterte Evakuierung. Russlands Präsident Wladimir Putin machte dafür bei einem Gespräch mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron die Ukraine verantwortlich, die sich nicht an die vereinbarte Feuerpause halte, wie der Kreml am Sonntag in Moskau mitteilte.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes schrieb bei Twitter: "Die gescheiterten Versuche unterstreichen das Fehlen einer detaillierten und funktionierenden Übereinkunft zwischen den Konfliktparteien." Die Menschen in Mariupol lebten in Schrecken, und suchten verzweifelt nach Sicherheit.

Feuerpause sollte von 9 bis 20 Uhr gelten

Am Sonntag um 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) begann ein zweiter Versuch, die Einwohner über humanitäre Korridore in Sicherheit zu bringen.

Es war eine Feuerpause mit den russischen Truppen von 9 bis 20 Uhr MEZ vorgesehen. Demnach sollte der Korridor bis in die etwa drei Stunden entfernte Stadt Saporischschja reichen.

Schon am Samstag war eine geplante Evakukierungsaktion gescheitert, weil eine vereinbarte Feuerpause nicht eingehalten wurde. Dafür machten beide Kriegsparteien einander verantwortlich.

Karte, Ukraine:  Städte
Mariupol liegt im Osten der Ukraine.
Quelle: ZDF

200.000 Menschen könnten aus Mariupol fliehen

Der Wiener Sicherheitsforscher Walter Feichtinger war am Morgen schon skeptisch, ob der neue Evakuierungsversuch erfolgreich sein wird. Er hatte die Chance auf Erfolg "auch heute wieder sehr gering" eingeschätzt, so Feichtinger im ZDF-Morgenmagazin. Der Grund: Die insgesamt große Zahl an Menschen, die aus der Stadt gebracht werden soll.

Geschätzt 200.000 Menschen könnten es sein, fast die Hälfte der Bevölkerung. Das könne "alleine aus Kapazitätsgründen schon ein Problem sein", so Feichtinger.

Mariupol ist von strategischer und auch symbolischer Bedeutung: Es ist die letzte große Hafenstadt am Asowschen Meer unter ukrainischer Kontrolle und ein wichtiger Industriestandort.

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Humanitäre Lage in Mariupol "katastrophal"

Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) ist die humanitäre Lage in Mariupol "katastrophal". In den Häusern der Menschen gebe es weder Strom noch Wasser.

Es sei "zwingend notwendig", dass "dieser humanitäre Korridor sehr schnell eingerichtet wird", sagte der MSF-Notfallkoordinator in der Ukraine, Laurent Ligozat, der Nachrichtenagentur AFP.

"Hilfstransporte mit Lebensmitteln und Medikamenten erreichen die Stadt nicht mehr", so Katrin Eigendorf, ZDF-Korrespondentin, zur Lage in Mariupol.

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Zerstörtes Gebäude und Wrack eines Kozak-Panzerwagens in Donbass

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Archiv: Eines der fast 30 Tonnen schweren Stahltore im ehemaligen Regierungsbunker bei Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz - "Für Kriegsfall aktuell nicht gerüstet" 

  • Untertitel

Der Schutz der Menschen im Kriegsfall ist Aufgabe des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das könne das Amt aktuell nicht leisten, beklagt ein hoher Beamter.

von Lucas Eiler und Sebastian Galle
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