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Einnahme von Mariupol : Putin sagt Sturm auf Stahlwerk ab

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Russland will das Stahlwerk in Mariupol nicht stürmen. Es soll stattdessen blockiert werden, so dass "keine Fliege mehr heraus kann". In dem Werk verschanzen sich Ukrainer.

Rauch steigt über einem Werk der Azovstal Iron and Steel Works Company in Mariupol auf
Rauch steigt über einem Werk der Azovstal Iron and Steel Works Company in Mariupol auf
Quelle: Reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin sieht keinen Grund mehr, das Industriegebiet in Mariupol zu stürmen. Die entsprechenden Pläne würden nicht mehr umgesetzt, sagte der russische Präsident im russischen Fernsehen. Die Erstürmung des Komplexes sei nicht sinnvoll, sagte Putin weiterhin. "Wir müssen an das Leben und die Gesundheit unserer Soldaten und Offiziere denken".

Stahlwerk soll abgeriegelt werden

Die Anlage solle dagegen derartig blockiert werden, so dass noch nicht mal mehr "eine Fliege" durchkäme, ohne entdeckt zu werden. Zuletzt hatten sich russischen Angaben zufolge rund 2.000 ukrainische Kämpfer und 400 ausländische Söldner in dem Stahlwerk Asowstal verschanzt.

Die ukrainische Regierung fordert von Russland dringend freies Geleit für Zivilisten und verletzte Soldaten aus dem von russischen Truppen belagerten Asowstal-Stahlwerk. Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk erklärt in einem Online-Beitrag:

Es halten sich rund 1.000 Zivilisten und 500 verletzte Soldaten dort auf. Sie müssen alle noch heute aus Asowstal weggebracht werden.
Iryna Wereschtschuk, Vize-Ministerpräsidentin der Ukraine
Eine Frau geht an einem beschädigten Gebäude vorbei am 01.04.2022 in Mariupol

Kämpfe in Mariupol - Polizeichef: Viele Zivilisten in Stahlwerk 

In dem umkämpften Stahlwerk in Mariupol halten sich nach Angaben des dortigen Polizeichefs auch viele Zivilisten auf. Weite Teile der Stadt sind inzwischen in russischer Hand.

Den noch auf dem Werksgelände befindlichen ukrainischen Soldaten sagte Putin zu, dass sie mit dem Leben davon kämen, sollten sie sich ergeben. 1.478 Kämpfer hätten dies bereits getan.

Russland verkündet die Einnahme der Hafenstadt

Russland hatte zuvor die Einnahme der hart umkämpften Hafenstadt Mariupol verkündet. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge, Russland habe die ukrainische Hafenstadt Mariupol eingenommen. Putin nennt die Kontrolle über Mariupol einen Erfolg.

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben Mariupol nun vollständig unter seine Kontrolle gebracht. Die Ukraine fordert einen Fluchtkorridor für Zivilisten und Kämpfer.

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Kiew schlägt Verhandlungen mit Moskau in Mariupol vor

Zwei Vertreter der ukrainischen Delegation sind bereit, zu Verhandlungen in die schwer umkämpfte ukrainische Hafenstadt Mariupol zu fahren. Der ukrainische Präsidentenberater "Mychajlo Podoljak und ich sind bereit, nach Mariupol zu kommen, um mit der russischen Seite über die Evakuierung unserer Militärgarnison und Zivilisten zu verhandeln", schrieb Chefunterhändler David Arachamija am Mittwochabend auf Twitter. Vertreter der ukrainischen Delegation hielten ständigen Kontakt mit den Streitkräften des Landes in Mariupol, schrieb Arachamija weiter.

Stadt zu großen Teilen zerstört

Am Mittwoch habe es in einem Gespräch mit den Verteidigern der Stadt den Vorschlag gegeben, direkt in Mariupol Verhandlungen über die Räumung der ukrainischen Militärgarnison zu führen. "Wir sind jederzeit bereit, zu solchen Verhandlungen zu kommen, sobald wir eine Bestätigung von russischer Seite erhalten."

Nachrichten | heute journal - Hilferuf aus Mariupol 

Die Rettung ukrainischer Zivilisten in Mariupol ist erneut gescheitert. Es dringen verzweifelte Hilfsappelle aus dem Stahlwerk Asowstal, wo sich neben Militärs auch Zivilisten befinden. Derweil vermeldet Putin Erfolge seiner sogenannten Militäroperation.

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von Ulrike Rödle

Die südostukrainische Hafenstadt Mariupol wurde am 1. März kurz nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs komplett von russischen Truppen eingeschlossen. Die Stadt und auch der Hafen gelten zu großen Teilen als zerstört.

Ukraine: Geplante Evakuierung gescheitert

Am Mittwochmorgen hatte der Kommandeur der verbliebenen ukrainischen Marineinfanteristen um eine Evakuierung seiner Kämpfer in einen Drittstaat gebeten. Eine Rettung von Zivilisten ist am Mittwoch laut Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk gescheitert. Grund sei Russlands Unwille, sich an eine Feuerpause zu halten, sagte Weretschtschuk am Mittwoch.

Nach eigenen Angaben hat Russland die Hafenstadt Mariupol vollständig eingenommen. Viele Menschen warten auf mögliche Evakuierungsversuche, so ZDF-Reporter Domink Lessmeister.

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"Wegen der Schludrigkeit" des russischen Militärs sei es diesem auch nicht gelungen, Evakuierungswillige rechtzeitig in ein Gebiet zu bringen, wo ukrainische Busse auf sie gewartet hätten. Letztlich habe der "humanitäre Korridor nicht wie geplant funktioniert". Lediglich vier Busse mit Zivilisten haben die kriegszerstörte Hafenstadt Mariupol am Mittwoch nach ukrainischen Angaben verlassen können.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

zerstörte Häuser in Folge des Krieges in der Ukraine.

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Putin auf Landkarte mit Russland, Ukraine, Georgien und Syrien
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Nachrichten | Politik - Putins Kriege, Putins Ziele 

Tschetschenien, Georgien, Syrien, Ukraine: Russland hat unter Putin schon in mehreren Ländern gekämpft. Zwischen den Kriegen gibt es Parallelen – hier die Hintergründe verstehen.

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Nachrichten | heute journal - Ukraine-Front: Artillerie und Zerstörung 

Die Region Mykolajiw im Südwesten der Ukraine ist Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen. Etliche Dörfer befinden sich seit Tagen unter russischen Beschuss. Trotz der Rakteneinschlägen, beschließen …

16.05.2022
von Dara Hassanzadeh
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Nachrichten | heute 19:00 Uhr - Russische Angriffe auf Donbass konzentriert 

Während sich russische Gruppen vor allem auf den Donbass konzentrieren, kann die Ukraine Ortschaften zurückerobern – in der Nähe von Charkiw offenbar bis zur russischen Grenze.

16.05.2022
von Alexandra Vacano
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