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"maybrit illner" - Münch: Rot-Grün-Rot "extrem unwahrscheinlich"

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Das Schreckgespenst Rot-Rot-Grün sei laut Politikwissenschaftlerin Münch "unwahrscheinlich". SPD-Kandidat Scholz wolle "diesen Typus Regierung" nicht, erklärte sie im ZDF.

Ursula Münch bei "maybrit illner"

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Die Warnungen von CDU, CSU und FDP vor einem rot-grün-roten Regierungsbündnis verfangen nach Ansicht der Tutzinger Politikwissenschaftlerin Ursula Münch bei der Mehrheit der Menschen nicht. Ein "nennenswert großer Teil der Bevölkerung" wisse, "dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass es tatsächlich eine rot-grün-rote Bundesregierung gibt", so Münch am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner".

Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wolle "diesen Typus von Regierung" nicht haben, sagte Münch und fügte hinzu:

Das Schreckgespenst ist jetzt nicht sooo dramatisch.
Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin

Jung: Entscheidung fällt erst Sonntag

Gleichwohl gebe es einen Teil der sogenannten bürgerlichen Mitte, der vor einer solchen Regierung Angst habe. "Diejenigen, die sich als Besserverdiener wahrnehmen, die machen sich tatsächlich diese Sorgen", betonte die Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing.

Wer aus der Wahl am kommenden Sonntag als Sieger hervorgehen könnte, wollte selbst der Wahlforscher Matthias Jung nicht prognostizieren. Kein Mensch könne heute seriös sagen, wer die Wahl gewinne, so der Chef der Forschungsgruppe Wahlen. Ihre Entscheidung träfen die an der Urne abstimmenden Wähler erst am Sonntag.

Matthias Jung bei "maybrit illner"

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1 min
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Rosenfeld: Beim Klimaschutz fehlen Perspektiven

Laut Dagmar Rosenfeld, "Die Welt"-Chefredakteurin, haben sich Grüne und Union von parteiinterner Logik leiten lassen, aber "aus meiner Sicht nicht den besten Kandidaten ins Rennen geschickt".

Sie kritisierte, dass bereits jetzt bezüglich des Klimaschutzes "langfristige Perspektiven fehlten" und man sich auf "Sofortprogramme mit Notstands-ad-hoc-Politik" verlasse.

"Welt"-Chefin: FDP wird entscheidende Rolle spielen

Die "Welt"-Chefredakteurin konstatierte, dass die "FDP eine entscheidende Rolle bei einer Koalitionsbildung spielen wird". Die Journalistin betonte, dass nach 16 Jahren Angela Merkel eine Neujustierung notwendig sei.

Markus Feldenkirchen, politischer Autor im Hauptstadtbüro des Spiegel, folgerte:

Olaf Scholz verkörpert Gravitas im Vergleich zu Teilen seiner Konkurrenz.
Markus Feldenkirchen, Spiegel-Autor

Feldenkirchen: Laschet nicht abschreiben

Gleichzeitig erklärte er, dass alle drei "keine begnadeten Wahlkämpfer sind" und gab zu bedenken, dass "Baerbock und Laschet in diesem Wahlkampf so viele selbstverschuldete Fehler gemacht haben, dass sie und die Parteien sich drei Mal wirklich in den Hintern beißen müssen".

Feldenkirchen gab auch zu bedenken, dass man Armin Laschet jedoch nicht abschreiben dürfe. Bezüglich einer möglichen rot-rot-grünen Konstellation erklärte der politische Autor, dass sich die drei Parteien bezüglich innenpolitischer Reformen sehr nah seien: "Das könnten die kürzesten Koalitionsverhandlungen werden, wenn es die Außenpolitik nicht gäbe".

Die ganze Sendung sehen Sie hier:

"maybrit illner“ mit dem Thema "Drei Tage vor der Wahl – wie entscheidet sich Deutschland?" vom Donnerstag, den 23. September 2021, um 22:15 Uhr im ZDF.

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62 min
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Von Lucke: Grüne, CDU, CSU werden Verlierer sein

Albrecht von Lucke, Publizist und Politologe, "Blätter für deutsche und internationale Politik", betonte, dass zum Erreichen der Klimaziele "enorme Zumutungen" notwendig seien, "die selbst die Grünen sich kaum trauen auszusprechen".

Seitens der Politik regiere die Angst, dieses "große gesellschaftliche Projekt deutlicher anzusprechen", fügte von Lucke hinzu. Der Publizist ist sich sicher, dass es am Wahlabend zwei große Verlierer geben werde – die Grünen sowie "in unterschiedlicher Breite CDU und CSU".

Politologe: Für Rot-Rot-Grün "kein Koalitionsbewusstsein"

Denn selbst wenn Laschet einen Wahlsieg hole, werde er große Verluste einfahren. Er bezeichnete die Performance von Laschet und Baerbock als "katastrophal".

Die große Frage ist für ihn, wie die CDU, die bei 40 Prozent war, "eine Partei wie die SPD, die bei 14 Prozent stand, wiedererwecken kann". Einen Zusammenschluss zu Rot-Rot-Grün sieht von Lucke aber auch nicht, da es "kein Koalitionsbewusstsein gibt".

Theveßen: Kandidaten in den USA unbekannt

Elmar Theveßen, Leiter ZDF-Studio Washington, erklärte, dass man alle drei Kanzlerkandidaten in den USA kaum kenne:

Alle drei sind außenpolitisch, so wird in den USA notiert, unerfahren.
Elmar Theveßen, ZDF-Studio Washington

Man sei in Washington überzeugt, dass der "'Merkelismus' der Zukunft nicht gerecht wird; es braucht kühne Konzepte und entschlossene Strategien", fügte Thevesen hinzu.

Sendehinweis für den Wahlsonntag:

Politik | maybrit illner - "maybrit illner spezial" zur Bundestagswahl 

Die Wahl ist entschieden, doch wer wird Deutschland regieren? Mit ihren Gästen diskutierte Maybrit Illner live im ZDF-Hauptstadtstudio Berlin.

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60 min
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