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Olaf Scholz: Wir können allen Firmen helfen

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"maybrit illner" zu Corona-Krise - Olaf Scholz: Wir können allen Firmen helfen

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Die Regierung hat laut Vizekanzler Scholz Milliarden-Reserven, um von der Corona-Krise betroffenen Firmen zu helfen. Bei "maybrit illner" kritisierte er zudem den US-Einreisestopp.

Die Lage in der aktuellen Corona-Krise spitzt sich immer weiter zu – Ärzte, Unternehmer und Politik stehen vor der Frage: Wie schützen wir Gesundheit und Wirtschaft zur gleichen Zeit? Die Highlights aus "maybrit illner".

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Die Bundesregierung wird bei Finanzhilfen für von der Corona-Krise betroffene Firmen keine Prioritäten setzen müssen. Auf die Frage, welchen Unternehmen zuerst geholfen werde, sagte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) in der ZDF-Sendung "maybrit illner":

Gott sei Dank haben wir diese schwierige Entscheidung nicht zu treffen. Schlichtweg, weil wir genug Geld haben. Wir können allen helfen und wir werden es auch.
Finanzminister Olaf Scholz

Zeitweise Beteiligungen des Bundes an Firmen seien vorstellbar, ständen aber im Moment nicht an. Der Finanzminister kündigte an, die Maßnahmen, die er am Freitag gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur Unterstützung der Wirtschaft vorschlagen werde, hätten eine "hohe Deckungsübereinstimmung" mit den Forderungen von Wirtschaftsexperten.

Scholz kritisiert US-Präsident Donald Trump

Scholz kritisierte zudem den von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp für Europäer. Das sei grotesk.

Trumps politische Ideologie beruht darauf, sich irgendwelche Feinde zu suchen und die dann heftig zu beschimpfen und Maßnahmen zu ergreifen
Vizekanzler Scholz (SPD)

Das Virus aber sei "untrüglich". Der amerikanische Präsident werde "dieses Theater, diesen Firlefanz" nicht glaubwürdig weiterführen können.

Drosten bezweifelt geringe Infektionen in USA

Zweifel an den Infektionszahlen aus Amerika äußerte der Leiter des Instituts für Virologie der Berliner Charité, Christian Drosten. In den Vereinigten Staaten sei "die Testhäufigkeit viel geringer" gewesen als in Europa. Würde in Europa nicht so häufig getestet, wüsste man in manchen Ländern des Kontinents gar nicht, "dass es das Virus gibt". Wahrscheinlich sei, dass es in den USA genauso verbreitet sei wie in Europa, möglicherweise sogar stärker.

"maybrit illner“ mit dem Thema „Erhöhte Ansteckungsgefahr – Gesundheit schützen, Jobs riskieren?“ vom 12. März 2020.

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Drosten geht davon aus, dass langfristig jeder zweite Erwachsene sich infizieren wird, betonte aber: "Es müssen dabei nicht alle schwer krank werden". Auch gab der Virologe Entwarnung und erklärte, dass nicht jeder Sechste auf einer Intensivstation liegen werde: "Wuhan war ein überlastetes Gesundheitssystem, das sind Effekte, die nicht linear sind."

Gefährdete Gruppen möglichst früh ins Krankenhaus bringen

Wichtig sei laut Drosten, sobald die Ausbreitung verzögert sei, müsse man den Fokus ändern: "Wir müssen die selbe Kraft investieren, die besonders gefährdeten Gruppen möglichst früh ins Krankenhaus zu bekommen."

Das chinesische Coronavirus.

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Hildegard Müller, Präsidentin Verband der Automobilindustrie, erklärte, dass die Gesundheit der Mitarbeiter Vorrang habe, aber stellte auch gleichzeitig in Bezug auf die Abschottung einzelner Länder klar:

Bei allem Verständnis dafür, dass sich jeder persönlich schützt, brauchen wir aber auch Handeln auf europäischer Ebene.
Hildegard Müller, Verband der Automobilindustrie

Die Priorität müsse laut Müller sein, die Lebensadern des Landes aufrecht zu erhalten. "Das Virus wird uns lange beschäftigen und deshalb wird auch die Wirtschaft lange mit den Folgen zu kämpfen haben", betonte die Präsidentin Verband der Automobilindustrie und forderte deshalb kurz- und mittelfristige Maßnahmen, damit es nicht zu Liquiditätsproblemen kommt.

Wichtig sei darüber hinaus auch die Solidarität in Europa. "Ob es eine sinnvolle Maßnahme ist, Europäer auszusperren, aber Briten hereinzulassen, werden die Amerikaner beurteilen", fügte Müller hinzu.

Coronavirus-Illustration.

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Flaßpöhler: Spezifität jeder Region betrachten

Philosophin und Chefredakteurin des "Philosophie Magazin", Svenja Flaßpöhler, mahnte, dass es in der Wirtschaft auch immer um den Menschen gehen müsse. Sie erklärte, dass die Menschen endlich wieder einen "gemeinsamen Feind" durch das Virus hätten und "das fördert Solidarität".

Die Folge sei laut Flaßpöhler ein umgekehrter Effekt der Klimadiskussion: "Jetzt bitten die Alten um Solidarität für ein Ereignis, das unmittelbar bevorsteht". Darüber hinaus wünscht sich die Publizistin in der aktuellen Situation klare Anweisungen durch den Staat: "Man muss die Spezifität jeder Region genau sehen und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen".

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