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Helge Braun: Beherztes Vorgehen gegen Corona

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maybrit illner - Helge Braun: Beherztes Vorgehen gegen Corona

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Das Beherbergungsverbot ist laut Kanzleramtsminister Braun ein "Notsignal". Ministerpräsidentin Malu Dreyer nennt Trumps Verhalten bei "maybrit illner" "verantwortungslos".

Helge Braun bei "maybrit illner"

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Das von der Mehrheit der Bundesländer vereinbarte Beherbergungsverbot für Reisende aus inländischen Risikogebieten ist nach Ansicht von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) ein "klassisches Notsignal". Wo die Infektionszahlen steigen, müsse man beherzt vorgehen, erklärte er.

In der ZDF-Sendung "maybrit illner" sagte Braun:

Bundesländer mit vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen haben Sorge, dass die Hotspots (...) das ganze Land anstecken. 
Helge Braun, Kanzleramtsminister

Deshalb gebe es die so genannte Hotspot-Strategie, sagte der Minister. Diese ziele darauf, dass Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz ab 50 je 100.000 Einwohner die Zahl der Neuinfektionen "ganz konsequent" wieder runterbringen.

Helge Braun: Corona-Hotspots wieder in den Griff kriegen

Gütersloh habe das geschafft, Hamm kämpfe vorbildlich darum und auch in München sei das mit Hilfe der Bundeswehr gelungen. "Wenn man entschieden handelt ist es regional möglich einen Hotspot, auch in einer Großstadt, wieder in den Griff zu kriegen", sagte Braun.

Dort, wo die Infektionszahlen stark steigen, müsse "man beherzt rangehen", betonte der Minister. "Da ist das Thema, dass überall, wo gefeiert wird, dass das wieder schließt, dass wir auf Alkohol dort verzichten", sagte Braun.

(...) Wenn man entschieden handelt ist es regional möglich einen Hotspot, auch in einer Großstadt, wieder in den Griff zu kriegen.
Helge Braun, Kanzleramtsminister

Gegebenenfalls müssten an Hotspots auch Kontaktbeschränkungen "vielleicht nicht erst ab 23 Uhr", sondern wieder generell eingeführt werden. Das sei die Verantwortung der betroffenen Regionen. So blieben Kontaktnachverfolgung und Tests "vernünftig" möglich. 

Malu Dreyer bei "maybrit illner"

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Schulen und Kitas nicht noch einmal schließen

US-Präsident Trumps Verhalten bezeichnete Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz, als "brandgefährlich und verantwortungslos".

In Deutschland würde eine gewisse Offenheit in Bezug auf Erkrankungen von Politikern herrschen, erklärte die Ministerpräsidentin aus eigener Erfahrung. Bei Corona setzt Dreyer weiterhin auf die Eigenverantwortung der Bürger und betonte:

Wir dürfen Schulen und Kitas nicht noch einmal schließen.
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz

Bezüglich des Beherbergungsverbots erklärte sie, dass "in grundsätzlichen Fragen, alle Länder an einem Strang ziehen sollten". Wichtig sei aktuell die Entlastung der Gesundheitsämter, damit die Nachverfolgung auch weiterhin gelingen kann.

Virologin: Skeptisch gegenüber Trumps Corona-Erkrankung

Isabella Eckerle, Virologin, Leiterin des Zentrums für neu auftretende Viruserkrankungen an der Universität Genf, steht Trumps Covid Erkrankung skeptisch gegenüber. Gerade nach einem Medikamenten-Cocktail verließe laut der Virologin kein Patient drei Tage später eine Klinik.

Aus medizinischer Sicht stimmt diese Geschichte hinten und vorne nicht.
Isabella Eckerle, Virologin

In Bezug auf die deutsche Lage erklärt die Virologin, dass "auch wenn wir genug Intensivbetten haben: In dem Moment, in dem jemand auf der Intensivstation liegt, ist er auch schwer krank". Denn "je höher die Inzidenz, desto schwieriger ist es Risikopatienten abzuschirmen".

Laut Eckerle müssen Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden. "Bei Tests sind es alles limitierte Ressourcen, das können wir nicht beliebig ausbauen", gab Eckerle zu bedenken.

Isabella Eckerle bei "maybrit illner"

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Arzt: Junge Leute sind potentielle Überträger

Für Patrick Larscheid, Amtsarzt des Berliner Bezirks Reinickendorf, wird in Deutschland ein Paradoxon gelebt:

(...) Wir konnten durch unsere Bemühungen im Vergleich zu anderen Ländern im Moment die Pandemie auf ein erträgliches Maß reduzieren.
Patrick Larscheid, Amtsarzt

Man dürfe jetzt nicht einfach die jungen Leute erkranken lassen, denn das seien alles "potentielle Überträger". Ein vernichtendes Urteil fällte der Amtsarzt über die Corona-App: für den klinischen Alltag sei sie bedeutungslos.

"Demokratie lebt von Wahrheit und Wahrhaftigkeit" Julian Nida-Rümelin , Professor für Philosophie und politische Theorie. Trump sei für ihn die "Reinform des Politikers, der seine ganz persönlichen Interessen auf dieser Grundlage praktiziert".

Nida-Rümelin: Deutschland braucht "Tracing App"

Risiken müssten laut Nida-Rümelin nach wissenschaftlichen Daten und nicht nach parteipolitischen Präferenzen beurteilt werden. Er prangerte an, dass es in Deutschland keine "tracing app" gebe und forderte seitens der Politik einen Strategiewechsel, falls der Impfstoff nicht wie erwartet komme.

"Keine Angst vor Corona - hat Trump Recht?" – "maybrit illner" vom 8. Oktober 2020

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