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Vereinte Nationen - Mehr Migranten auf See gestorben

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Die Zahl der Flüchtlinge weltweit nimmt weiter zu. Viele nutzen den Seeweg für ihre Flucht. Doch der endet immer öfter tödlich.

Migranten sitzen auf einem Boot im Mittelmeer. Archivbild
Die Mittelmeerroute endet für Migranten allzu oft tödlich. Archivbild
Quelle: Bruno Thevenin/AP/dpa

Die Zahl der Todesopfer auf den Fluchtrouten über das Meer nach Europa hat sich im ersten Halbjahr verdoppelt. Mindestens 1.146 Menschen seien gestorben, teilt die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit. Im Vorjahreszeitraum waren 513 Tote verzeichnet worden. Im ersten Halbjahr 2019 waren 674 Menschen bei dem Versuch gestorben, über den Seeweg nach Europa zu gelangen.

Mittelmeerroute als größte Gefahr

Nach Angaben der UN-Tochter IOM kamen die meisten Migranten bei der Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben. Seit Jahresbeginn wurden hier 896 Todesopfer registriert, die meisten von ihnen auf der zentralen Mittelmeerroute. 250 weitere Menschen starben bei Schiffsunglücken auf der Route zu den Kanarischen Inseln.

Fast täglich erreichen Schlauchboote die Strände der kanarischen Inseln, rund 18.000 Geflüchtete kamen allein in diesem Jahr - vor allem, weil die Mittelmeerroute inzwischen als unpassierbar gilt.

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Die IOM beklagte, dass die zivilen Hilfsorganisationen weiterhin mit "erheblichen Hindernissen" konfrontiert seien, da die meisten ihrer Schiffe in europäischen Häfen festgesetzt worden seien. IOM-Chef Antonio Vitorino rief die Regierungen auf,

Maßnahmen zu ergreifen, um den Verlust von Menschenleben auf den maritimen Migrationsrouten nach Europa zu reduzieren und ihre Verpflichtungen aufgrund des internationalen Rechts zu respektieren.
Forderung von IOM-Chef Antonio Vitorino

IOM: Fehlende Rettungseinsätze

Die höhere Zahl gehe unter anderem auf "das Fehlen von proaktiven europäischen staatlich geleiteten Such- und Rettungseinsätzen in internationalen Gewässern zusammen mit Beschränkungen für NGOs" zurück, teilte IOM-Sprecher Safa Msehli mit. "Diese Menschen können bei so einer gefährlichen Reise nicht im Stich gelassen werden."

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