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Oster-Beschlüsse wieder gekippt - Merkel: "Einzig und allein mein Fehler"

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Kanzlerin Merkel hat die umstrittenen Beschlüsse zur Osterruhe wieder zurückgenommen. In einem Statement sagte sie am Mittag: "Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler."

Die über Ostern geplanten Ruhetage soll es nun doch nicht geben. Kanzlerin Merkel erklärt, dass sie die Verantwortung für die am Montag getroffene Entscheidung übernehme.

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Nun geht wieder alles zurück auf Anfang: Nach massiver Kritik und Verwirrung um die geplante Corona-Osterruhe hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Regelung aus jüngsten Corona-Beschlüssen gestoppt.

"Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler", sagte Merkel. Sie betonte, dass sie "qua Amt" als Bundeskanzlerin die letzte Verantwortung trage. Für den Fehler bitte sie alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung, er habe zu zusätzlicher Verunsicherung geführt.

Unter massiver Kritik stehend hat Kanzlerin Merkel entschieden, die geplante Osterruhe zu stoppen. ZDF-Korrespondent Thomas Reichart mit Details.

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Merkel: Aufwand und Nutzen in "keinem guten Verhältnis"

Begründet wurde die Entscheidung damit, dass zu viele Folgeprobleme entstanden wären, hätte man - wie beschlossen - den Gründonnerstag und Karsamstag zu Ruhetagen erklärt. Aufwand und Nutzen stünden in keinem guten Verhältnis, wurde Merkel von Teilnehmern der völlig überraschend einberufenen Runde mit den Länderregierungschefs zitiert.

Bund und Länder hatten zunächst beschlossen, Gründonnerstag (1. April) und Karsamstag (3. April) zu Ruhetagen zu machen, um das gesellschaftliche Leben bis Ostermontag für fünf Tage komplett herunterzufahren. Nur an Karsamstag sollten Lebensmittelläden "im engeren Sinne" öffnen dürfen. Die Beschlüsse inklusive hartem Shutdown über Ostern hatten für breite Kritik gesorgt und viele Fragen aufgeworfen, die etwa das Arbeitsrecht und die Postzustellung betreffen. Am 12. April sollen die Beratungen fortgesetzt werden, kündigte Merkel an.

Kretschmer nimmt Merkel in Schutz

Der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) nach Aufhebung der Corona-Beschlüsse für Ostern in Schutz genommen:

Ich finde, sie muss dafür nicht die Verantwortung übernehmen. Diese Entscheidung ist von 16 Ministerpräsidenten und der Bundesregierung gemeinsam getroffen worden.
Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen

"Wir haben über die vergangenen zwölf Monate diesem Land viele richtige Entscheidungen gegeben", so Kretschmer. Die Entscheidung vom Montag gehöre nicht dazu. Das sollte man auch offen und deutlich sagen. Sie sei aber in einem guten Willen geschehen.

ZDFheute live ordnet das Statement weiter mit ZDF-Hauptstadt Korrespondent Thomas Reichart ein. Außerdem mit dabei: Christian Deker, aus der ZDF-Redaktion "Recht und Justiz" sowie Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie.

Angela Merkel am 24.03.2021 in Berlin

Befragung im Bundestag - "Corona-Krisenmanagement ist gescheitert"  

Für die Rücknahme der Osterruhe hat Merkel im Bundestag Respekt vieler Abgeordneten erhalten - und Kritik. "Das Krisenmanagement der Regierung ist gescheitert", sagten die Grünen.

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