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Kanzlerin im Katastrophengebiet - Merkel: Wir stehen an Ihrer Seite

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Die Bilder der Zerstörungen in den Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen seien "gespenstisch", sagt die Kanzlerin. Sie besucht am Sonntag die Region.

Am Sonntag hat Kanzlerin Merkel die von der Flutkatastrophe stark betroffene Stadt Schuld in Rheinland-Pfalz besucht. Sehen Sie hier Merkels Rede zur Lage im Hochwassergebiet.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Besuch in den vom Hochwasser schwer getroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz schnelle Hilfe angekündigt. "Wir stehen an Ihrer Seite, Bund und Land", sagte sie am Sonntag in Adenau im Kreis Ahrweiler.

Kaum Worte für Verwüstung

Bund und Land würden dabei Hand in Hand arbeiten. Sie sei gekommen, um sich ein reales Bild von den surrealen, "gespenstischen Bildern" vor Ort zu verschaffen, sagte Merkel. "Die deutsche Sprache kennt kaum Worte für die Verwüstung, die hier angerichtet ist."

"Wir sehen, mit welcher Gewalt die Natur agieren kann", sagte die Kanzlerin. "Wir werden uns dieser Naturgewalt entgegenstemmen - kurzfristig, aber auch mittel- und langfristig." Es bedürfe einer Politik, "die die Natur und das Klima mehr in Betracht zieht, als wir das in den letzten Jahren gemacht haben". Begleitet wurde die Kanzlerin unter anderem von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Die Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler hat bislang 110 Todesopfer gefordert, 670 Menschen wurden verletzt. Zudem wurden in Nordrhein-Westfalen nach derzeitigem Stand 46 Todesopfer registriert.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer hat am Sonntag Schuld besucht, um sich ein Bild der verheerenden Hochwasser-Lage vor Ort zu machen. Sehen Sie Dreyers Rede hier.

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Dreyer: Alle Vermissten finden

Ministerpräsidentin Dreyer geht von einem "Kraftakt auf lange, lange Zeit" aus, bis der Wiederaufbau in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten bewältigt ist. "Es wird lange dauern, bis die Leute wieder sagen können: Ich erkenne meine Heimat wieder", sagte sie in Adenau.

Vorrang habe nun die Suche nach den noch immer Vermissten. "Wir werden nicht ruhen, bis die Menschen, die vermisst werden, gefunden werden", versprach sie. Auch Merkel sagte, die Rettungsarbeiten hätten "absoluten Vorrang".

Guido Nisius betonte beim Besuch von Angela Merkel, dass die Menschen dicht zusammenstehen. "Wir ersticken momentan in Sachspenden", sagte er.

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"Spenden Sie Geld"

Guido Nisius, Verbandsbürgermeister von Adenau, bedankte sich für das Engagemet der Menschen: "Gerade jetzt in dieser Krise stehen die Menschen hier bei uns wirklich dicht bei dicht zusammen. Wir verzeichnen eine wirklich unvorstellbare, eine überwältigende Hilfsbereitschaft. Allerdings und da bitte ich Sie, mich nicht falsch zu verstehen: Wir ersticken momentan in Sachspenden. Unsere Lager sind proppenvoll. Das heißt, wenn Sie uns zielgerichtet helfen wollen, spenden Sie Geld."

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