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Hochwasserkatastrophe in Schuld - "Was wir brauchen, ist Geld für Wiederaufbau"

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Nach den Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz hat die Kanzlerin den Ort Schuld besucht. Er wurde stark verwüstet. Die Hoffnung der Menschen auf finanzielle Hilfe ist groß.

Merkel besuchte die Flutgebiete im besonders betroffenen Landkreis Ahrweiler. Sie versprach den Hochwasser-Geschädigten schnelle Hilfe. Was erhoffen sich die Menschen vor Ort?

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Gerade sind die meisten Straßen in Schuld frei, da wird wieder alles abgesperrt: Kanzlerin Merkel (CDU) besucht das Dorf an der Ahr, gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Tage nach der heftigen Überschwemmung stehen die Menschen aus Schuld noch immer unermüdlich im Schlamm, räumen Häuser aus, versuchen zu retten, was zu retten ist.

An normalen Tagen wäre so ein Besuch ein Ereignis in dem kleinen Ort, heute schippen viele einfach weiter, es gibt noch immer so viel zu tun.

Sie sind zwiegespalten hier, auf der einen Seite hoffen die Menschen in Schuld, dass durch Merkel nun wirklich auch der oder die Letzte gesehen hat, wie es ihnen hier geht. Auf der anderen hoffen sie, dass nach dem Medienrummel nicht plötzlich alles verpufft.

Am Sonntag hat Kanzlerin Merkel die von der Flutkatastrophe stark betroffene Stadt Schuld in Rheinland-Pfalz besucht. Sehen Sie hier Merkels Rede zur Lage im Hochwassergebiet.

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"Wir brauchen Geld für den Wiederaufbau"

"Ich hoffe, dass durch ihren Besuch klar wird, was wir brauchen, ist Geld für den Wiederaufbau, weil viele fast alles verloren haben", sagt Sabine. Nach dem ersten Schock stellt sich für viele die Frage: Wo leben und wovon wie weitermachen? Einige hier haben große Sorge, weil sie wohl nicht gegen Hochwasserschäden versichert sind.

Ich wünsche mir, dass sofort Schecks kommen, Hilfen müssen sofort ausgezahlt werden.
Sigfried Verdonk, Hotelier aus einem Nachbarort von Schuld

Es sei laut Hotelier Sigfried Verdonk in Ordnung, dass Merkel komme, aber nicht mit leeren Händen. Sigfried hat viele Menschen, die kein Dach mehr über dem Kopf haben, in seiner Unterkunft aufgenommen. Er ist mit seiner Frau im Dauereinsatz, um andere zu versorgen.

Er fordert, dass es unbürokratische Wege geben muss, um die Häuser wiederaufzubauen. Die Menschen in Schuld haben kräftezerhende Tage hinter sich. Physisch und mental sind viele am Ende. Neben den hoffnungsvollen Stimmen hört man heute auch viel Skepsis und Kritik an der Politik. "Das ist alles nur Wahlkampf", sagt Andrea.

In Rheinland-Pfalz im Kreis Ahrweiler wurden in Trümmern bislang 110 Leichen gefunden. Besonders zerstört haben die Wassermassen die Orte Bad-Neuenahr-Ahrweiler und Schuld.

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Merkel: "Wir stehen an Ihrer Seite"

Der politische Besuch bedeutet gleichzeitig auch, dass die Zufahrtsstraße zum Ort gesperrt wurde. "Hier stehen Bagger und Traktoren, oben ist Essen und Wasser, aber alles steht still seit einer Stunde dürfen wir nicht rein", ärgert sich Marius, der aus dem Westerwald gekommen ist, um freiwillig in Schuld zu helfen. Im Gepäck haben er und seine Freunde 500 Würstchen, Schnitzel und Frikadellen für den Ort.

Währenddessen spricht Kanzlerin Merkel in Schuld mit Feuerwehr und macht einen kurzen Rundgang durch den Ort. "Wir stehen an Ihrer Seite, Bund und Land", verspricht sie danach im nahegelegenen Adenau. Sie sei gekommen, um sich ein reales Bild von den surrealen, "gespenstischen Bildern" vor Ort zu verschaffen, sagte Merkel.

Für die Menschen in Schuld bleibt nur die Hoffnung, dass sich daran auch noch in den nächsten Wochen erinnert wird.

Alle Entwicklungen zu den katastrophalen Überschwemmungen im Liveblog:

Unwetter in Nordrhein-Westfalen
Liveblog

Tote, Verletzte, Vermisste - Unwetter-Katastrophe in Deutschland  

Deutschland kämpft mit den Folgen der schweren Regenfälle in einigen Teilen Westdeutschlands. Hier die Ereignisse zum Nachlesen.

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