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Islamistischer Terror in Europa - Mit "entschiedener Stärke" gegen Terrorismus

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Was tun gegen Terrorismus in Europa? Kanzlerin Merkel hat sich mit EU-Spitzenpolitikern auf ein härteres Vorgehen geeinigt. Dabei rückt auch der Schengen-Raum in den Fokus.

Die jüngsten islamistischen Anschläge haben Europa erschüttert. Was kann getan werden, um Europa sicherer zu machen? Kanzlerin Merkel und andere EU-Spitzenpolitiker suchen eine gemeinsame Linie.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz haben einen entschlossenen Kampf gegen islamistische Attentäter gefordert.

Der Schutz der Schengen-Außengrenzen müsse verstärkt werden, sagte Macron in Paris nach einer Videokonferenz, an der neben Merkel und Kurz auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel teilnahmen.

Macron sprach sich des Weiteren für eine Reform der EU-Binnengrenzen aus. "Wir können unsere Grenzen nicht weiter offen halten, wenn wir die Schengen-Regeln nicht grundlegend reformieren", sagte er.

Kampf gegen radikale Islamisten

Merkel betonte, es sei wichtig, mit anderen islamischen Ländern über einen Kampf gegen radikale Islamisten zu reden. Es gehe darum, dass sich das demokratische Gesellschaftsmodell mit terroristischem und anti-demokratischem Verhalten auseinandersetzen müsse, "und dies mit großer Aufrichtigkeit und entschiedener Stärke", betonte Merkel.

Zudem sei eine Imam-Ausbildung in allen EU-Staaten von Bedeutung, um eine Radikalisierung in Moscheen zu verhindern. Auch islamistischer Hass im Internet müsse bekämpft werden.

Kurz: Freiheit zurückgekehrter Islamisten einschränken

Kurz forderte ein striktes Vorgehen gegen aus dem Ausland zurückgekehrte radikale Islamisten. Viele von ihnen seien im Gefängnis, einige schon freigelassen. "Die traurige Wahrheit ist, die Masse derer, die im Gefängnis ist, wird in den nächsten Jahren freigelassen werden", sagte Kurz.

Das sind tickende Zeitbomben und wenn wir unser aller Freiheit schützen wollen, dann müssen wir die Freiheit dieser Menschen einschränken.
Sebastian Kurz, österreichischer Bundeskanzler

Islamwissenschaftler und Terrorismus-Experte Guido Steinberg analysiert die Ursachen von Terrorismus in Europa und ordnet die Ergebnisse der Pressekonferenz der EU-Beratungen ein.

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Immer wieder terroristische Anschläge in Europa

In Wien erschoss vor einer Woche ein Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat vier Menschen und verletzte mehr als 20 weitere. In Dresden hatte am 4. Oktober ein als Gefährder eingestufter Syrer mit einem Messer einen Mann tödlich und einen weiteren Mann schwer verletzt.

In Paris wurde ebenfalls im Oktober ein Lehrer von einem mutmaßlichen Islamisten enthauptet, in Nizza drei Menschen von einem weiteren Gewalttäter in einer Kirche getötet.

Vier islamistische Anschläge - das ist die traurige Bilanz seit Anfang Oktober. Mehrere Menschen sterben bei den Angriffen in Deutschland, Frankreich und Österreich.

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