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Corona-Lage und Impfkampagne - Merkel: "Es wird keine Impfpflicht geben"

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In Deutschland werde es keine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen geben, sagt Kanzlerin Merkel bei einem Besuch des RKI. Sie betont, dass Impfen vor allem andere schütze.

Angela Merkel und Jens Spahn (r.) und Lothar Wieler (RKI) am 13.07.2021 in Berlin
Angela Merkel will weiter Werbung fürs Impfen machen und ist gegen eine Pflicht.
Quelle: Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Corona-Impfpflicht in jeglicher Form ab. "Wir haben nicht die Absicht, diesen Weg zu gehen", sagt Merkel mit Blick auf Frankreich, wo es eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen gibt, bei einem Besuch des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin.

Es wird keine Impfpflicht geben.
Angela Merkel
Baden-Württemberg, Remshalden: Eine Lehrerin schreibt in einer Grundschule Wörter mit «Sp» am Anfang an eine Tafel.
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von Eva Rodríguez Müller

Bundesregierung will werben und nicht verpflichten

"Ich glaube nicht, dass man durch Veränderung dessen, was wir gesagt haben, also keine Impfpflicht jetzt, Vertrauen gewinnen würde", sagte die Kanzlerin. Stattdessen gehe die Bundesregierung weiter den Weg, für das Impfen zu werben. Die nächsten Wochen werden deshalb diese Strategie verfolgt. "Wir wollen keine Impfpflicht, sondern wir werben für das Impfen."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ergänzte:

Es ist doch auch ein Gebot der Vernunft, sich impfen zu lassen.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Er betonte die Bedeutung von Impfungen für die kommende Zeit. "Die Frage, ob es gut bleibt und wie gut es bleibt Herbst und Winter, entscheiden wir jetzt durchs Impfen. Das ist der Schlüssel, der den entscheidenden Unterschied macht." Außerdem wichtig sei die Einhaltung der AHA+L-Regeln.

Kanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Spahn haben eindringlich für Corona-Impfungen geworben. Eine teilweise Impfpflicht wie in Frankreich lehnt Merkel jedoch weiterhin ab.

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Hohe Impfquote angestrebt

Insgesamt müsse die Impfquote nach den Worten Merkels bei mindestens 85 Prozent bei den 12- bis 59-Jährigen liegen. Bei den über 60-Jährigen sogar bei 90 Prozent, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Die Kanzlerin rief wie Spahn erneut zum Impfen auf:

Eine Impfung schützt nicht nur Sie, sondern immer auch jemanden, dem Sie nahe stehen, der Ihnen wichtig ist, den Sie lieben.
Angela Merkel

Eine Impfung bewahre nicht nur vor schwerer Krankheit, sondern auch vor den belastenden Beschränkungen des Alltags. "Je mehr geimpft sind, umso freier werden wir wieder sein, umso freier können wir wieder leben."

Frankreich führt Impfpflicht im Gesundheitswesen ein

Merkel und Spahn hatten sich zuvor mit RKI-Chef Lothar Wieler ausgetauscht. Dabei ging es unter anderem um den Einfluss der Impfungen auf den Pandemieverlauf vor dem Hintergrund wieder steigender Infektionszahlen durch die Delta-Variante des Coronavirus.

Frankreich führt eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte ein. Präsident Macron verkündete dies in einer Fernsehansprache und begründete es mit der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend eine Impfpflicht für Personal im Gesundheitsbereich verkündet. Bis Mitte September haben Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen nun Zeit, sich impfen zu lassen. Laut Gesundheitsminister Olivier Véran dürfen Ungeimpfte danach nicht mehr arbeiten und werden nicht mehr bezahlt.

Diskussion über Corona-Impfung - Ethikrat-Vorsitzende: Keine Impfpflicht nötig 

In Nachbarländern wie Frankreich wird die Corona-Impfung für bestimmte Berufsgruppen zur Pflicht. Das sei in Deutschland nicht nötig, sagte die Ethikrats-Vorsitzende Buyx im ZDF.

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