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US-Außenminister in Berlin - Blinken und Merkel wollen Libyen helfen

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Der Antrittsbesuch von US-Außenminister Blinken bei Kanzlerin Merkel war gesäumt von netten Worten. Auch wenn Streitthemen noch bestehen.

Antony Blinken und Angela Merkel am 23.06.2021 in Berlin
Antony Blinken und Angela Merkel
Quelle: epa

"Bei allen Kontroversen in der Welt, müssen wir immer wieder Gesprächskanäle offenhalten." So hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den US-Außenminister Anthony Blinken zu seinem ersten Amtsbesuch in Berlin begrüßt. Man freue sich, das die Vereinigten Staaten zurück sind auf der multilateralen Bühne, sagte Merkel weiter in Anlehnung an US-Präsident Joe Biden. "Deutschland und Amerika sind in diesem Zusammenhang Partner. Und wir wissen um unsere Verantwortung."

Im Zentrum der Gespräche scheint die Situation in Libyen zu stehen. Für die Lösung der dortigen Krise, solle nun ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt werden.

Merkel (CDU) betonte die Bedeutung eines gemeinsamen deutsch-amerikanischen Vorgehens zur Lösung des
Libyen-Konflikts. Es sei sehr wichtig, "dass wir ein geschlossenes Signal in Richtung Libyen aussenden", sagte Merkel am Mittwoch vor einem Gespräch mit US-Außenminister Antony Blinken in Berlin angesichts der laufenden internationalen Libyen-Konferenz in der deutschen Hauptstadt.

Auch Blinken betonte die Bedeutung multilateraler Lösungen etwa beim Kampf gegen den Klimawandel oder dem Umgang mit neuen Technologien. Kein Land könne allein agieren. Deutschland sei dabei ein starker Partner.

Blinken bedankte sich bei der Pressekonfernez zu seinem Antrittsbesuch bei Merkel für ihre "herausragende Führungsstärke". Die USA habe keinen besseren Partner und keinen besseren Freund las Deutschland in der Welt. Es gebe viel zu besprechen - das Verhältnis zu China oder Russland etwa.

Trotz aller Nettigkeiten - Differenzen bleiben

Nach dem Tiefpunkt in den deutsch-amerikanischen Beziehungen unter US-Präsident Donald Trump sind beide Seiten nun um ein besseres Verhältnis bemüht - auch wenn Differenzen bleiben.

Vor dem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel war Blinken bereits mit Außenminister Heiko Maas zusammengekommen. Blinken betonte, dass die US-Regierung die geplante Gaspipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee, die mehr russisches Gas nach Westeuropa bringen soll, weiter als Gefährdung für die Energieversorgung Europas sieht.

Außerdem drohe, dass Russland die Pipeline als politische Waffe gegen die Ukraine einsetzen könne. Man wolle "sehr konkrete und belastbare" Maßnahmen, die sicherstellten, dass dies nicht geschehe, so der US-Außenminister.

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