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CDU-Kanzlerkandidatur : Merz offen für späteren Termin zur K-Frage

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Einer der Kandidaten zum CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, sieht gute Argumente für eine frühe Kanzler-Kandidatenkür. Er kann sich aber auch mit einem späteren Termin anfreunden.

Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Armin Laschet während einer Diskussionsrunde
Die drei Kandidaten für den Vorsitz der CDU, Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Armin Laschet.
Quelle: Reuters

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich im Grundsatz offen für eine spätere Entscheidung zur Kanzlerkandidatur der Union gezeigt. Er sei zwar "eher der Meinung, wir sollten das bald entscheiden", sagte Merz in Berlin.

Friedrich Merz: Entscheidung "gemeinsam mit der CSU"

"Aber es gibt auch gute Argumente zu sagen, wir sollten das gemeinsam mit der CSU zu einem etwas späteren Zeitpunkt machen." Er werde nach seiner möglichen Wahl zum CDU-Vorsitzenden - um den Posten bewerben sich auch Armin Laschet und Norbert Röttgen -, in Ruhe mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder über den Zeitplan zur Kandidatenkür reden.

Die entscheidende Frage sei: "Wie weit sind wir eigentlich inhaltlich und konzeptionell in unserer Arbeit?" Die Union stehe vor einem harten Wahlkampf. "Deswegen steht über allem die Überschrift: Was ist die optimale Aufstellung, sowohl personell als auch inhaltlich für beide Parteien - CDU und CSU."

Merz kandidiert auf dem corona-bedingten CDU-Online-Parteitag am 16. Januar für die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen wollen Parteivorsitzende werden.

"Bevor irgendetwas proklamiert wird, reden wir miteinander", versicherte Merz mit Blick auf die CSU. "Ich gehöre auch nicht zu denen, die sagen: Zugriffsrecht. Da hat keiner ein Zugriffsrecht." CDU und CSU seien gleichberechtigte, wenn auch unterschiedlich große Partner in einer Fraktionsgemeinschaft. "Diese Fraktionsgemeinschaft ist so viel wert, die gefährde ich nicht durch Vorfestlegungen."

Merz: Gutes Verhältnis zum CSU-Chef Markus Söder

Sein Verhältnis zu CSU-Chef Markus Söder beschrieb Merz als sehr gut. Er habe mit dem bayerischen Ministerpräsidenten immer wieder wichtige und lange Diskussionen geführt.

Auf die Frage, ob Söder auch Kanzler könne, sagte Merz: "Es gibt mindestens zwei Ministerpräsidenten in Deutschland, die von der Stellenbeschreibung her dafür grundsätzlich immer in Frage kommen. Das sind der nordrhein-westfälische und der bayerische."

Mit Blick auf den Parteitag, bei dem der Parteichef online gewählt und dann per Briefwahl bestätigt werden soll, sagte Merz, er werde versuchen, die zu Hause an ihren Computern sitzenden 1.001 Delegierten auch emotional zu erreichen.

Ich werde mich darauf vorbereiten und werde auch versuchen, die Seele der Partei zu erreichen.
Friedrich Merz

Dobrindt will nach Landtagswahlen entscheiden

"Ich kann mir vorstellen, dass wir nach den Landtagswahlen im März über die Frage entscheiden, wer die Unionsparteien in die Bundestagswahl führt. Man sollte jetzt dem Hang zur Eile widerstehen können und den Mut zur Sorgfalt haben", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in Berlin. "Moderne Wahlkämpfe zeichnen sich dadurch aus, dass sie kürzer, intensiver und digitaler sind. Deswegen ist auch nach den Landtagswahlen noch genügend Zeit für einen erfolgreichen Wahlkampf."

Hessens Ministerpräsident und CDU-Bundesvize Volker Bouffier hatte sich dagegen kürzlich für eine schnelle Kür des Kanzlerkandidaten nach der Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden ausgesprochen.

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