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Statistisches Bundesamt - Jeder Vierte hat Migrationshintergrund

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Jeder vierte Einwohner Deutschlands hat einen Migrationshintergrund. Das waren 2019 21,2 Millionen Menschen - doch der Zuwachs verlangsamt sich, so das Statistische Bundesamt.

Menschen in einer Fußgängerzone in Hamburg
Menschen in einer Fußgängerzone in Hamburg
Quelle: dpa

In Deutschland hatte 2019 mehr als jeder vierte Einwohner einen Migrationshintergrund. Die Zahl stieg im vergangenen Jahr erstmals knapp über die Schwelle von 21 Millionen Menschen, das waren 26 Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Der Zuwachs hat sich indes abgeschwächt, er lag gegenüber 2018 mit 2,1 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 2011.

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65 Prozent stammen aus Europa

Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der 21,2 Millionen Menschen stammen aus einem anderen europäischen Land. 35 Prozent aus Drittstaaten. Davon sind 22 Prozent aus Asien eingewandert oder sind Nachkommen von Asien-Einwanderern - hierzu zählt das Bundesamt beispielsweise auch Syrien, Afghanistan und den Irak. Knapp fünf Prozent haben den Angaben zufolge Wurzeln in Afrika, drei Prozent in Nord- und Südamerika sowie Australien.

Wichtigste Herkunftsländer sind nach wie vor die Türkei (13 Prozent), gefolgt von Polen (11 Prozent) und der Russischen Föderation (7 Prozent).

Starkes Ost-West-Gefälle

Unter den Bundesländern gibt es nach Angaben des Bundesamts weiterhin ein deutliches West-Ost-Gefälle: Bremen hatte 2019 den größten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund mit 36,5 Prozent, es folgten Hessen mit 34,4 und Hamburg mit 33,9 Prozent. Den niedrigsten Anteil hatten Thüringen (7,8 Prozent), Sachsen-Anhalt (8,0 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (8,1 Prozent).

Etwas mehr als die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund besaß einen deutschen Pass; 46 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund waren Ausländer. 51 Prozent hatten die deutsche Staatsangehörigkeit seit Geburt. Nach Angaben des Bundesamts wurden bei der Erhebung wie bereits zuvor nur Menschen in Privathaushalten und nicht in Gemeinschaftsunterkünften erfasst.

Viele in Reinigungsberufen und Altenpflege beschäftigt

Das Bundesamt legte zudem Zahlen zu den Berufen vor, in denen besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund tätig sind: In Reinigungsberufen stellten sie 55 Prozent der Beschäftigten. In der Altenpflege hatten vergangenes Jahr 30 Prozent der Beschäftigten einen Migrationshintergrund, im Verkauf von Lebensmitteln waren es 28 Prozent.

Unterrepräsentiert war die Gruppe dagegen in medizinischen Gesundheitsberufen (21 Prozent), in der Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen (11 Prozent), im Polizeivollzugs- und Kriminaldienst sowie im Gerichts- und Justizvollzug (7 Prozent).

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