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Debatte über Atomkraft : Kretschmann: "Nein, nein, nein, nein ..."

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Eigentlich sind die Grünen gegen Atomenergie. Ministerpräsident Kretschmann stellt im ZDF aber klar, dass eine Verlängerung geprüft werden muss - und wird dabei mehr als deutlich.

Weder die Grünen noch andere demokratische Parteien wollen zurück zur Atomkraft, sagt Winfried Kretschmann, grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, im ZDF-Interview. Lediglich eine vorübergehende Laufzeitverlängerung werde geprüft.

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"Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein!", unterbricht der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Frage von Christian Sievers im ZDF heute journal. Wie kam es dazu?

Wegen des Gas-Mangels durch den Ukraine-Krieg wird über eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken in Deutschland diskutiert. Die Grünen sind seit ihrer Gründung klar gegen Atomkraft. Ministerpräsident Kretschmann ist jedoch wegen der aktuellen Krise nicht kategorisch dagegen:

Es geht ja nur um eine zeitlich begrenzte, eventuelle Verlängerung von noch laufenden Atomkraftwerken. Und das werden wir sehr nüchtern und rational prüfen und entscheiden.
Winfried Kretschmann

Auf die Nachfrage von ZDF-Moderator Sievers, ob die Grünen damit bei einer Ablehnung von verlängerten Atomkraftlaufzeiten blieben, reagierte der Landeschef dann deutlich - mit neun Mal "Nein". Von dem Gründungsmotto "Atomkraft? nein danke" wollten die Grünen aber nicht abrücken, so Kretschmann.

"Nein, nein, nein, nein, nein". Laut Winfried Kretschmann wollen weder die Grünen noch sonstige demokratische Parteien dauerhaft zurück zur Atomkraft.

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Kretschmann will Prüfung abwarten

"Nein, ich habe nur gesagt: Weder die Grünen noch sonst eine demokratische Partei will zurück zur Atomkraft in Deutschland. Es geht ja nur darum, ob man sie jetzt eine Zeit lang weiterlaufen lässt. Und das wird ganz nüchtern, sachlich geprüft. Und je nachdem, wie die Prüfung erfolgt, tut man das eine oder lässt das andere," erklärt Kretschmann.

Ob sich Kretschmann nach der Prüfung vorstellen könnte, weiter auf Atomkraft zu setzen - worauf sein engagiertes "Nein" schließen lässt? Das lässt er offen: "Jetzt wird geprüft, dann hat man ein Ergebnis und entscheidet. Und das warten wir jetzt einfach ab. Das liegt ja Ende August vor. Es macht keinen Sinn, jetzt darum zu spekulieren."

Jahrelang haben sich die Kernkraftwerk-Betreiber auf das Ende der Atomstrom-Produktion vorbereitet. Im Dezember sollte es soweit sein, jetzt wird eine Verlängerung gefordert. Doch für diesen "Streckbetrieb" könnten Personal und Brennelemente fehlen.

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"Können das Problem auf jeden Fall mindern"

Kretschmann betont außerdem, wie wichtig es derzeit ist, Energie zu sparen. "Wenn die Schwarmintelligenz entsteht, dass Betriebe, dass öffentliche Verwaltung und jeder Verbraucher einfach an der Schraube dreht und bei sich einspart, dann können wir einfach das Problem auf jeden Fall mindern. Vielleicht kommen wir sogar ordentlich durch den Winter", hofft der Ministerpräsident.

Eigentlich sollte Ende des Jahres Schluss mit Atomkraft sein, wegen des drohenden Gasmangels können sich FDP und Union nun aber eine Verlängerung vorstellen.

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