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Christmette unter Corona-Regeln - Papst: Einziger Rettungsweg ist die Liebe

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Auch der Papst muss sich an die die strikten Corona-Regeln halten - die Christmette wurde früher und mit wenigen Gläubigen gefeiert. Angeblich ist Franziskus sehr traurig darüber.

Papst Franziskus bei der Christmette.
Papst Franziskus bei der Christmette in Rom.
Quelle: Vincenzo Pinto/AFP POOL/AP/dpa

Papst Franziskus hat an Heiligabend im Petersdom die Christmette gefeiert. Pandemiebedingt nahmen an der Messe statt der sonst rund 7.000 Besucher nur etwa 200 teil. Zudem war der Gottesdienst wegen der Sperrstunde in Italien um zwei Stunden vorverlegt; weltweit wurde er per Fernsehen und Internet live übertragen.

Papst ruft Menschen zu neuem Selbstbewusstsein auf

In seiner Predigt rief das Kirchenoberhaupt die Menschen zu neuem Selbstbewusstsein auf. Zu wissen, "ein Sohn Gottes, eine Tochter Gottes zu sein", sei das "unzerstörbare Innerste unserer Hoffnung; der glühende Kern, der das Leben aufrechterhält". Diese Würde, so Franziskus, gehe tiefer als Begabungen und Mängel, sei stärker als Wunden und Misserfolge, Ängste und Sorgen.

Die Geburt Jesu Christi, Gottes Sohn, so der Papst, sei ein Geschenk. Und weiter:

Heute staunt Gott über uns und sagt zu einem jedem von uns: Du bist ein Wunder!

"Gott kam in die Welt, wie ein Kind eben zur Welt kommt: schwach und zerbrechlich, damit wir unsere Unzulänglichkeiten mit Zärtlichkeit annehmen können". so Franziskus weiter. Er sei als Kind geboren worden, "weil er uns dazu bringen möchte, dass wir uns um andere kümmern".

Wegen der Corona-Pandemie feierte Papst Franziskus die traditionelle Christmette am Heiligabend mit nur 200 Gläubigen.

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Papst: Gott überschätzt Menschen, weil er sie liebt

Die Zeit, die Menschen haben, sei nicht dazu da, sich "selbst zu bemitleiden, sondern um die Tränen derer zu trösten, die leiden". Völlig unbeachtet sei Gottes Sohn geboren worden, "um uns zu sagen, dass jeder missachtete Mensch ein Kind Gottes ist".

Im Übrigen überschätze Gott die Menschen, so Franziskus. Denn angesichts der tatsächlichen Lage und des Verhaltens der Menschheit sei seine Liebe unverdient:

Ja: Er überschätzt uns, weil er uns aufs Äußerste liebt. Er kann nicht anders, als uns zu lieben. So ist er nun mal - so anders als wir...

Der einzige Rettungsweg der Menschen sei gegenseitige Liebe, so Franziskus.

Corona-Einschränkungen verstimmt auch Papst

Der durch Corona beschränkte Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeierlichkeiten verstimmte offensichtlich auch den Papst. Vatikankennern zufolge sei der 84-Jährige traurig darüber, wie Weihnachten dieses Jahr gefeiert werde. Außerdem hatten sich unlängst im engeren Kreis um Franziskus Kardinäle mit Corona angesteckt.

Die Pandemie sei aber auch eine Gelegenheit, um den Sinn von Weihnachten wieder in den Vordergrund zu stellen und nicht den Konsum, hatte Franziskus im Vorfeld betont. Weihnachten werde dadurch authentischer. Man solle an den Festtagen auch an die Einsamen und Kranken zu denken. Ein Anruf reiche zum Beispiel schon.

Am Freitag Segen "Urbi et orbi"

Am Freitag geht es mit den Weihnachtsfeierlichkeiten weiter, wenn Franziskus den Segen "Urbi et orbi" in der Benediktionsaula des Apostolischen Palastes spenden will. Bei diesem Anlass will der Papst auch seine Weihnachtsbotschaft verkünden.

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