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In vielen deutschen Städten - Demonstranten fordern Flüchtlingsaufnahme

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Nach den Bränden im Flüchtlingslager Moria protestieren Tausende gegen die Flüchtlingspolitik. In sozialen Netzwerken formieren sich Hilfsgruppen - sowie hitzige Diskussionen.

Zwei Frauen halten bei einer Demonstration in Frankfurt Schilder mit den Aufschriften "Hashtag Wir haben Platz" und "Seehofer Rücktritt jetzt" in den Händen. In zahlreichen Städten protestieren Menschen gegen die Flüchtlingspolitik der EU und für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland.
Bei mehreren Demos protestierten Menschen gegen die Flüchtlingspolitik der EU und der Regierung.
Quelle: dpa

Nach der Zerstörung des griechischen Flüchtlingslagers Moria durch einen Großbrand haben mehrere Tausend Menschen bei Demonstrationen in Städten wie Berlin. Hamburg, Frankfurt und Leipzig von der Bundesregierung gefordert, Migranten in der EU und Deutschland aufzunehmen.

In Berlin beteiligten sich laut Polizei rund 3.000 Menschen an eine Demo, die Organisation "Seebrücke", die zu den Demos aufgerufen hatte, spricht sogar von 10.000 Teilnehmern. Für Donnerstag sind weitere Proteste in zahlreichen Städten angekündigt. Auch die Internationale Liga für Menschenrechte ruft zu Kundgebungen auf.

Demonstranten: Europäische Lösung nicht in Sicht

Die Demonstranten verlangten die sofortige Evakuierung aller Lager auf den griechischen Inseln und die Aufnahme der Menschen. Einzelne Staaten müssten dabei vorangehen, da eine europäische Lösung nicht in Sicht sei, erklärte die Organisation "Seebrücke".

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Eine Evakuierung des Lagers sei wegen der dort herrschenden unhaltbaren hygienischen Zustände schon vor dem Feuer nötig gewesen, sagten Redner. Bei offensichtlich gelegten Bränden in der Nacht zum Mittwoch war das Camp fast vollständig zerstört worden.

Hitzige Diskussionen in Sozialen Netzwerken

Die Demonstranten zeigten Plakate mit Aufschriften wie "Shame on you EU" ("Schande über Dich, EU") und "Wir haben Platz". Unter gleichnamigen Hashtags entzündeten sich in den sozialen Netzwerken zahlreiche teils hitzige Diskussionen über den Umgang mit Migranten nach den Feuern.

Während auch auf politischer Ebene bei der Aufnahme von Flüchtlingen wenig Einigkeit herrscht, werden in den sozialen Netzwerken ebenso weit auseinanderklaffende Meinungen bei diesem Thema deutlich. Hannovers Bürgermeister Belit Onay kündigt in einem Twitter-Beitrag an, Verantwortung übernehmen und Flüchtlinge aufnehmen zu wollen. Er erntete dafür Zustimmung, aber auch sehr harsche Kritik.

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Zahlreiche User teilen Meinungen wie die der hessischen Europaministerin Lucia Puttrich, die sich gegenüber der "Bild"-Zeitung nachdrücklich gegen Forderungen gewandt, Migranten aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria aufzunehmen:

Dieser Gewaltausbruch einiger darf nicht belohnt werden. Weder durch eine Verlegung in andere europäische Länder noch bei der Dauer oder dem Ergebnis des Asylverfahrens.
Lucia Puttrich, Europaministerin Hessen

Die Europäische Union solle aber zugleich "alles dafür tun, die Bedingungen in diesen Einrichtungen zu verbessern", sagte Puttrich der Zeitung weiter. Die EU solle "schnellstmöglich dafür sorgen, gemeinschaftlich Verantwortung zu tragen", so Puttrich.

In dem Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist erneut ein Feuer ausgebrochen. Derweil wird in Deutschland über die Aufnahme von Geflüchteten diskutiert.

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1 min
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Die EU als Sündenbock

Die EU wird auch von zahlreichen Social Media-Nutzern als der eigentliche Sündenbock für die Flüchtlingsmisere auf Lesbos ausgemacht. Die deutsche Klimaaktivistin Luise Neubauer etwa bezeichnete die EU in einem Tweet als "Arschlochverein".

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Vor allem Diskussionen unter dem Hashtag "Wir haben Platz" sorgen für kontroverse Online-Debatten. Einige User verweisen auf die Obdachlosenzahlen in manchen Metropolen sowie ohnehin schon hohe Mieten in den Städten. Sie fürchten, dass diese weiter steigen könnten, wenn Wohnraum für Migranten zur Verfügung gestellt wird.

Spontane Spendenaktionen

Viele private User, Politiker wie der Grüne-Europaabgeordnete Erik Marquardt sowie zahlreiche Hilfsorganisationen wie "Mission Lifeline" oder "Ärzte ohne Grenzen" haben Spendenaufrufe für die nun obdachlosen Flüchtlinge in Moria gestartet.

Archiv: Flüchtlinge gehen am 28.10.2015 hinter der deutsch-österreichischen Grenze in Wegscheid (Bayern) zu einer Notunterkunft

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