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Flüchtlingselend: "Wir müssen jetzt helfen"

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Göring-Eckardt im ZDF - Flüchtlingselend: "Wir müssen jetzt helfen"

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150 Minderjährige nimmt Deutschland nach den Bränden in Moria auf. Mehr nicht, erst soll eine EU-Lösung her. Auf die könnten Menschen in Not aber nicht warten, sagt Göring-Eckardt.

Wir brauchen in Deutschland langfristig einen Konsens darüber, wie wir Menschen aufnehmen, sagt Katrin Göring-Eckardt, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, und kritisiert die schleppende Versorgung der Flüchtlinge, vor allem der 4.000 Kinder auf Lesbos.

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3 min
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Hilfsgüter, die so schnell wie möglich nach Lesbos gebracht werden sollen und 400 unbegleitete Minderjährige, die auf neun EU-Staaten und die Schweiz verteilt werden sollen. Das ist das Hilfsprogramm der Bundesregierung nach der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria. Deutschland selbst will noch diesen Monat etwa 150 der 400 Minderjährigen aufnehmen.

Katrin Göring-Eckardt geht das nicht weit genug. Im heute journal up:date fordert die Grünen-Politikerin, die gerade selbst auf Lesbos ist, Soforthilfe und rasches Handeln bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

Wenn man die Menschen hier sieht, dann weiß man, wir müssen jetzt helfen und können nicht warten, bis sich auch Herr Orban entschieden hat.
Katrin Göring-Eckardt

Dass Deutschland auf eine europäische Lösung warte, sei falsch. "Wir haben jetzt zu lange gewartet", sagt Göring-Eckardt. "Dass die Blockade der Bundesregierung aufhört - darum geht es jetzt."

ZDF-Korrespondent Theo Koll erklärt die taktischen Erwägungen der Bundesregierung.

Beitragslänge:
1 min
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Göring-Eckardt: Sorge vor Pull-Effekt unbegründet

Die Sorge der Bundesregierung, dass eine Aufnahme vieler Geflüchteter jetzt Anreize für weitere Flüchtlinge schaffe, teilt Göring-Eckardt nicht. Es gebe Forschung dazu. "Den Pull-Effekt gibt es nicht."

Stattdessen betont Göring-Eckardt: "Diese Menschen sind in Not, denen muss geholfen werden, insbesondere den 4.000 Kindern, die hier sind mit ihren Familien."

Und das muss schnell gehen.
Katrin Göring-Eckardt

Soforthilfe für Menschen in Moria

Die Situation vor Ort beschreibt die Grünen-Politikerin als äußerst angespannt. Zelte, die Essensversorgung, Hygiene-Produkte oder sanitäre Anlagen - all das sei teilweise immer noch nicht gegeben. "Jetzt werden hier nach und nach Zelte aufgebaut. Das ist die Soforthilfe, die man hier dringend braucht."

Das ganze Interview können Sie im Video zu Beginn dieses Beitrags sehen.

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