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Munition entwendet - Ermittlung gegen LKA-Spezialkräfte

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Das Landeskriminalamt Sachsen nimmt bei Ermittlungen das eigene Personal ins Visier. Es geht um Diebstahl von Munition im großen Stil und Verstöße gegen das Waffengesetz.

Ein Schild am Eingang des Landeskriminalamts Sachsen. Symbolbild
Ein Schild am Eingang des Landeskriminalamts Sachsen. Symbolbild
Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

In Sachsen laufen Ermittlungen gegen 17 Beamte eines mobilen Einsatzkommandos des Landeskriminalamtes (LKA). Die Vorwürfe betreffen Diebstahl beziehungsweise Beihilfe zum Diebstahl, Verstöße gegen das Waffengesetz sowie Bestechlichkeit, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Demnach wurden im Raum Dresden die Privatwohnungen von vier Hauptbeschuldigten durchsucht.

Es geht um 7.000 Schuss Munition, die entwendet worden sein sollen. Mögliche Verbindungen zu der Gruppe "Nordkreuz" würden geprüft, hieß es.

Innenminister Wöller: Unfassbar enttäuscht

Landesinnenminister Roland Wöller (CDU) zeigte sich entsetzt. Er sei "stinksauer und unfassbar enttäuscht", dass Polizisten selbst zu Straftätern werden, sagte er am Dienstag in Dresden. "Jede Rechtsverletzung eines Polizisten bedeutet einen enormen Vertrauensverlust." Deshalb gebe es in diesem Fall nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigen.

"Das Verhalten der Beamten entsetzt mich", sagte er. Wöller sprach von einem unfassbaren Maß an krimineller Energie und kündigte umfassende Aufklärung an. Es sei nun die Zeit der Ermittler. Er habe empfohlen, das betroffene Mobile Einsatzkommando neu aufzubauen.

Die vier Hauptbeschuldigten sind mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt, hieß es. Die anderen 13 Beamten dürfen ihre Diensträume nicht mehr betreten und sollen außerhalb des LKA eingesetzt werden.

Der Angeklagte (M) spricht in einem Saal des Landgerichts leipzig mit seiner Anwältin Annette Clement-Sternberger.

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