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Muslime in Deutschland - Was die Islam-Konferenz bisher erreicht hat

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Bundesinnenminister Seehofer eröffnet heute die Deutsche Islam-Konferenz. Seit 14 Jahren arbeitet das Gremium daran, das Zusammenleben in Deutschland zu vereinfachen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer eröffnet heute die Deutsche Islam-Konferenz (DIK). Sie wurde 2006 durch Wolfgang Schäuble mit dem Ziel einer besseren Integration der muslimischen Bevölkerung ins Leben gerufen. Was hat die DIK bislang erreicht? Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was ist die Deutsche Islam-Konferenz (DIK)?

Am 27. September 2006 findet die Auftaktsitzung der Deutschen Islam-Konferenz (DIK) in Berlin im Schloss Charlottenburg statt. Initiiert wurde sie vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Eingeladen waren sowohl staatliche als auch muslimische Vertreter. Durch die Gründung der DIK wurde die Möglichkeit eines institutionalisierten Dialogs geschaffen.

Beim ersten Treffen wurden drei Arbeitsgruppen ins Leben gerufen:

  • 'Gesellschaftsordnung und Wertekonsens',
  • 'Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis' sowie
  • 'Wirtschaft und Medien als Brücke'.
  • Zudem wurde der Gesprächskreis 'Sicherheit und Islamismus' eingerichtet.

Was ist das Ziel der Deutschen Islam-Konferenz?

Das Ziel der Deutschen Islam-Konferenz ist, in einem dauerhaften und regelmäßigen gesamtstaatlichen Dialog mit Muslimen beziehungsweise ihren Vertretern in Deutschland zu stehen. So sollen zu konkreten Themen und alltagspraktischen Problemlagen Lösungen gefunden werden. Auch soll Wissen über das muslimische Leben in Deutschland aufgebaut und die Datenlage verbessert werden.

Politisch möchte die Bundesregierung einen in Deutschland verorteten Islam befördern. Dabei soll muslimisches Leben stärkere Bezüge zur deutschen Lebenswirklichkeit ausbilden können und Muslime sich selbstverständlicher als Teil des gesamtgesellschaftlichen Lebens begreifen und akzeptiert fühlen.

Wer nimmt an der Deutschen Islam-Konferenz teil?

Bislang arbeitete die DIK in festen Formaten und Foren. Um dem Wandel der muslimischen Gesellschaft in Deutschland Rechnung zu tragen, hat sich die Arbeitsweise der DIK verändert, sie ist flexibler und anlassbezogener geworden.

Akteure sind neben islamischen Dach- und Spitzenverbänden auch muslimische Einzelpersonen und Vertreter aus Ministerien, Bundesländern, Kommunen und aus Wissenschaft und Praxis. Daneben sind auch zahlreise Initiativen und Vereine junger Muslime außerhalb der traditionellen Moscheestruktur entstanden, die in die gesellschaftliche Debatte mit eingebunden werden.

Welche Ergebnisse gibt es seit 2006?

Die DIK hat sich seit ihrer Gründung 2006 mit verschiedenen Themen befasst: vom islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen über islamische Wohlfahrtspflege und Seelsorge bis hin zu Moscheebau und zur Prävention von Muslimfeindlichkeit oder von religiös begründetem, islamistischem Extremismus. Unter anderem wurden dazu von der DIK Empfehlungen, Handreichungen und Informationsangebote in Form von Publikationen ausgegeben.

Welche Ziele wurden erreicht?

Bislang wurden laut Bundesinnenministerium viele Zwischenziele erreicht. Die DIK wird dabei als laufender Prozess wahrgenommen. Gerade im Bereich Ausbildung religiösen Personals in Deutschland sei man weit gekommen.

2009 hatte die DIK Empfehlungen und Schlussfolgerungen hierzu verabschiedet. Eine aktuelle Bestandsaufnahme des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge zeigt, dass mehrere muslimische Dachverbände bereits selbst religiöses Personal in Deutschland ausbilden, das in Mitgliedsgemeinden angestellt wird.

Ebenfalls 2009 sind Empfehlungen zur Einrichtung islamisch-theologischer Angebote an staatlichen Hochschulen in Deutschland erarbeitet und angenommen worden. Es wurden universitäre Zentren für islamische Studien beziehungsweise Theologie an verschiedenen Standorten wie Frankfurt, Münster, Tübingen und Berlin eingerichtet.

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