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Elf Jahre Haft - US-Journalist Fenster in Myanmar verurteilt

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Der US-Journalist Danny Fenster ist in Myanmar zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wurde unter anderem der Aufwiegelung für schuldig befunden.

Danny Fenster
Danny Fenster, 2017 in Detroit (Archiv)
Quelle: dpa

Ein in Myanmar festgenommener amerikanischer Journalist ist von einem Militärgericht zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Urteil vom Freitag geht es um drei Anklagepunkte, darunter Anstiftung zum Aufruhr, wie der Arbeitgeber des verurteilten Danny Fenster am Freitag mitteilte.

Anklage wegen Aufruhr und Terrorismus- Journalist in Folter-Gefängnis

Vor wenigen Tagen hatte die Justiz in dem Krisenland Anklage in zwei weiteren Punkten - Terrorismus und Aufruhr - gegen den 37-Jährigen erhoben. Dafür droht ihm laut seines Anwalts eine lebenslange Haftstrafe. Die Militärjunta in Myanmar geht seit dem Putsch von Anfang Februar hart gegen alle kritischen Stimmen vor.

Der seit fünfeinhalb Monaten inhaftierte Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins "Frontier Myanmar", war Ende Mai unmittelbar vor dem Abflug in die USA am Flughafen von Yangon festgenommen worden. Er sitzt seither in dem für seine Foltermethoden berüchtigten Insein-Gefängnis. 

Jeder bei Frontier Myanmar ist enttäuscht und frustriert über diese Entscheidung.
Thomas Kean, Fensters Chef

"Wir möchten nur, dass Danny so schnell wie möglich freigelassen wird, damit er nach Hause zu seiner Familie fliegen kann."

Der Schriftsteller Jan-Philipp Sendker hat Myanmar viele Male bereist und dem Land eine Romantrilogie gewidmet. Nach dem Militärputsch sorgt er sich um die Lage dort.

Beitragslänge:
6 min
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Militär hat viele Menschen verhaftet und Aung San Suu Kyi entmachtet

Das Militär in Myanmar hatte am 1. Februar geputscht und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Die 76-Jährige sitzt im Hausarrest und muss sich ebenfalls wegen verschiedener mutmaßlicher Vergehen vor Gericht verantworten.

Die Junta unterdrückt jeden Widerstand mit brutaler Gewalt. Mehr als 1.200 Menschen wurden nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP bereits getötet. Etwa 10.000 weitere wurden festgenommen, darunter auch viele Journalisten. Andere flohen aus dem Land. Jedoch galten ausländische Medienvertreter lange als relativ sicher.

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