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Blockade der Putschgegner : Myanmars Militär sperrt Facebook

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Nach dem Putsch in Myanmar versuchen Militärgegner den Widerstand zu organisieren. Doch das Militär schließt einen wichtigen Kanal.

Die neue Militärführung in Myanmar hat eine vorübergehend Sperre des Online-Netzwerks Facebook angeordnet, über das ihre Gegner nach dem Putsch vom Montag zu zivilem Ungehorsam aufgerufen haben. Örtliche Telekommunikationsanbieter wurden vom Verkehrsministerium angewiesen, den Zugang zu Facebook bis zum Ende der Woche zu blockieren.

Die Plattform trage zur Destabilisierung des Landes bei, hieß es zur Begründung. Das Militär im früheren Birma hatte sich in der Nacht zum Montag an die Macht geputscht, die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi sowie andere Politiker festgesetzt und einen einjährigen Ausnahmezustand über das südostasiatische Land verhängt. Suu Kyi, die im Volk sehr beliebt ist, soll sich seither im Hausarrest befinden.

Die neue Militärführung will die Friedensnobelpreisträgerin wegen Hochverrats anklagen. Seit dem Putsch haben sich Aufrufe zum zivilen Ungehorsam und Videos von Protestaktionen viral über Facebook verbreitet.

Facebook sehr populär in Myanmar

Die Plattform ist in dem Land mit 54 Millionen Einwohnern weitaus populärer als andere Internetplattformen wie zum Beispiel Twitter. Viele Facebook-Nutzer teilten etwa Videos, in denen sich Bewohner der größten Stadt Yangon während der abendlichen Ausgangssperre aus den Fenstern ihrer Häuser lehnen und mit Pfannen und Töpfen Lärm machen, um gegen die Machtübernahme des Militärs zu protestieren.

 Mitglieder der myanmarischen Hindu-Gemeinschaft halten Portraits der myanmarischen Führerin Aung San Suu Kyi, aufgenommen am 10.12.2019 in Yangon (Myanmar)

Berichte nach Militärputsch - Myanmar: Suu Kyi droht Hochverrat-Anklage 

Droht Suu Kyi und der gewählten Regierung von Myanmar die Todesstrafe oder bis zu 20 Jahre Haft? Offenbar sollen die Politiker nach dem Militärputsch vor Gericht gestellt werden.

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