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Proteste und Parade in Myanmar - Viele Tote nach Gewalt gegen Demonstranten

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Mit einer Parade demonstriert die Militär-Junta in Myanmar zum Tag der Armee Stärke. Proteste im Land werden blutig niedergeschlagen - über hundert Menschen kommen dabei ums Leben.

Während auf den Straßen Myanmars das gezielte Töten von Demonstranten und Zivilisten durch Streitkräfte weitergeht, demonstrieren die Militärs am "Tag der Streitkräfte" ihre Stärke. Deserteure, die sich nicht daran beteiligen wollen, berichten von Zwang.

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In Myanmar ist es beim gewaltsamen Vorgehen des Militärregimes gegen die Straßenproteste zur bisher blutigsten Eskalation seit dem Putsch vor knapp zwei Monaten gekommen. Medienberichten und Augenzeugen zufolge schossen Sicherheitskräfte am Samstag erneut in mehreren Städten des Landes auf demonstrierende Regimegegner und töteten dabei mindestens 114 Menschen, darunter auch Kinder.

Allein in Mandalay im Zentrum des Landes seien mindestens 40 Personen ums Leben gekommen, darunter ein 13-jähriges Mädchen, berichtete das Nachrichtenportal Myanmar Now. In der Wirtschaftsmetropole Yangon seien mindestens 27 Menschen getötet worden.

Die neuen Demonstrationen fanden - trotz massiver Einschüchterungen - zum Tag der Armee statt, den das Militär mit einer Parade in der Hauptstadt Naypyitaw beging. Dazu schickten unter anderem Russland und China Vertreter. Die EU-Delegation in Myanmar erklärte, der Feiertag in diesem Jahr werde "als ein Tag von Terror und Entehrung" in die Geschichte eingehen. US-Botschafter Thomas Vajda sprach von einem "entsetzlichen Blutvergießen" und erklärte, das Volk von Myanmar habe klar gemacht, dass es nicht unter der Militärherrschaft leben wolle.

Junta-Chef verteidigt Militärputsch und warnt vor "Terrorismus"

In seiner Rede verteidigte Junta-Chef Min Aung Hlaing erneut den Militärputsch und sicherte zu, nach Neuwahlen die Macht an die neue Regierung abzugeben. Zugleich richtete der General eine Warnung an die Junta-Gegner. "Terrorismus, der schädlich für die Ruhe und Sicherheit des Staates sein kann", sei nicht hinnehmbar, sagte er. "Die Demokratie, die wir uns wünschen", müsse respektiert werden.

Wer in Myanmar an den Protesten gegen das Militär teilnimmt, muss um sein Leben fürchten. "Sie schießen gezielt in die Brust und in den Kopf", berichtet eine Ärztin.

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Militär geht hart gegen Proteste gegen Militärputsch vor

Seit dem Militärputsch sieht sich die Junta in Myanmar massiven Protesten gegenüber, gegen die sie äußerst brutal vorgeht. Mehr als 3.000 Demonstranten wurden seit Beginn der Proteste festgenommen, rund 320 Menschen wurden nach Angaben von örtlichen Menschenrechtsaktivisten seit Anfang Feburar getötet.

Die Demonstranten fordern unter anderem die Freilassung der abgesetzten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi und eine Rückkehr zum demokratischen Prozess. Die Protestbewegung hatte aus Anlass der Parade zu neuen Demonstrationen gegen den Putsch aufgerufen. In mehreren Städten wurden sie erneut und teilweise noch vor dem Morgengrauen blutig niedergeschlagen.

Wirtschaftsmetropole Yangon Brennpunkt der Proteste

Die meisten Opfer gab es in der Wirtschaftsmetropole Yangon, die sich in den vergangenen Wochen zum Brennpunkt der Proteste entwickelte. Gegen Mitternacht eröffneten dort Polizisten das Feuer auf eine Gruppe Menschen, die vor einer Wache die Freilassung inhaftierter Freunde forderten.

Nördlich von Yangon endete eine Kundgebung vor dem berüchtigten Insein-Gefängnis noch vor dem Morgengrauen in Chaos und Panik, als Soldaten auch dort gezielt auf Demonstranten schossen. 

Internationale Militärchefs, auch aus Deutschland, haben die Gewalt gegen Zivilisten in Myanmar verurteilt. Eine Armee müsse das Volk schützen, heißt es in einer Erklärung.

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