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Militärputsch in Myanmar : Vertrauter von Aung San Suu Kyi festgenommen

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Nach dem Militärputsch in Myanmar wurde ein enger Vertrauter der De-facto Regierungschefin Suu Kyi festgenommen. Win Htein hatte zuvor öffentlich zum Widerstand aufgerufen.

Aung San Suu Kyis Vertrauter Win Htein während einer Parteiveranstaltung in Naypyitaw.
Aung San Suu Kyis Vertrauter Win Htein.
Quelle: reuters

Vier Tage nach dem Militärputsch in Myanmar ist ein wichtiger Verbündeter der abgesetzten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi festgenommen worden.

Win Htein, ein Führungspolitiker von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD), wurde in der Wirtschaftsmetropole Rangun im Haus seiner Tochter von den Sicherheitskräften aufgegriffen, wie NLD-Sprecher Kyi Toe auf Facebook mitteilte. Der 79-Jährige sei in eine Polizeistation der Hauptstadt Naypyidaw gebracht worden.

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Htein gilt als enger Vertrauter Suu Kyis

Win Htein gilt als rechte Hand Suu Kyis. Die De-facto-Regierungschefin und Staatschef Win Myint waren am Montag vom Militär gestürzt und festgenommen worden.

Vor seiner Festnahme hatte Win Htein in Interviews mit englischsprachigen Medien den Streitkräften vorgeworfen, das südostasiatische Land mit dem Putsch "in die falsche Richtung zu führen". Er rief die Bürger zu Widerstand gegen die "Zerstörung unserer Regierung" auf.

Proteste am 03.02.2021 in Yangon

Erste Proteste nach Putsch - Myanmar: Mit Töpfen gegen das Militär 

Erstmals trauen sich Demonstrierende auf die Straßen und fordern die Wiedereinsetzung der Regierung von Aung San Suu Kyi. Doch die Angst protestiert mit.

Militär verhängt einjährigen Notstand

Die Armeeführung hatte nach dem Staatsstreich einen einjährigen Notstand ausgerufen, nach dem Neuwahlen stattfinden sollen.

Der UN-Sicherheitsrat brachte seine "tiefe Besorgnis" über die Lage in Myanmar zum Ausdruck. In einer Erklärung forderten die Ratsmitglieder die "Freilassung aller Inhaftierten" und die Rückkehr zum demokratischen Prozess in dem Land.

UN-Gremium verurteilt den Staatsstreich

Anders als im ursprünglich von Großbritannien eingebrachten Textentwurf vorgesehen, verurteilte das mächtigste UN-Gremium den Staatsstreich offiziell aber nicht. Eine entsprechende Passage wurde von Russland und China abgelehnt, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

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