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Proteste gegen Militärputsch - Hunderttausende bei Generalstreik in Myanmar

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In vielen Städten in Myanmar haben viele Hunderttausend Menschen erneut gegen den Militärputsch protestiert. Das Militär drohte den Demonstranten, dass es Tote geben werde.

Nach dem Militärputsch in Myanmar.
Proteste in Myanmar: Es soll eine "Frühlingsrevolution" beginnen.
Quelle: Uncredited/AP/dpa

Viele Hunderttausend Menschen in ganz Myanmar sind am Montag ungeachtet der Gewaltandrohung der Militärjunta dem Aufruf zum Generalstreik gefolgt. Erneute Massendemonstrationen wurden am Montag aus verschiedenen Teilen des Landes gemeldet. In Myanmar waren Fabriken und Geschäfte wegen des Streiks geschlossen, auch in der Hauptstadt Naypyidaw.

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Die Demonstranten betonten, sie würden nicht unter einer Militärdiktatur arbeiten und forderten die Wiedereinsetzung der zivilen Regierung von Suu Kyi. Der massive Generalstreik fand unter dem Titel "22222" statt.

Generalstreik in Myanmar

Die Bewegung des Zivilen Ungehorsams, eine den Widerstand leitende Dachorganisation, hatte zu einem Generalstreik an diesem Montag aufgerufen. Es solle eine "Frühlingsrevolution" beginnen. 

"Gewöhnliche Menschen in Myanmar beteiligen sich an einem außergewöhnlichen Akt, um ihren Widerstand gegen den brutalen Militärputsch trotz Morden, Gewalt und Einschüchterungen durch Sicherheitskräfte zu demonstrieren", schrieb die Aktivistengruppe "Gerechtigkeit für Myanmar" auf Twitter.

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Militär droht Demonstranten mit Toten

In allen Städten hatte die Junta ein massives Aufgebot an Polizei und Militärs aufmarschieren lassen. In Mandalay wurde nach Informationen der UN-Menschenrechtskommission eine Division der Armee mobilisiert, die auch 2017 an der gewaltsamen Vertreibung der Rohingya beteiligt gewesen sein soll.

Die Menschen trotzten Drohungen der Militärführung:

Protestierer stiften jetzt die Menschen, insbesondere emotionale Teenager und Jugendliche, zu einem Weg der Konfrontation an, auf dem sie den Verlust von Menschenleben erleiden werden.
Militrärregierung droht Demonstranten mit Gewalt

Bei Protesten gegen den Militärputsch in Myanmar sind zwei Menschen getötet worden. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf drei.

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Drei Tote bisher bei Protesten in Myanmar

In der zweitgrößten Stadt des Landes, Mandalay, waren am Samstag zwei Menschen getötet worden, nachdem Polizei und Soldaten das Feuer eröffnet hatten. Zudem war ein Mann in Rangun von der Polizei erschossen worden. Am Sonntag wurde die 20-Jährige Mya Thwe Thwe Khine beigesetzt, die bereits am 9. Februar lebensgefährlich verletzt worden war.

"Wenn wir Widerstand gegen die Diktatur leisten, könnten sie uns erschießen. Das wissen alle. Aber wir müssen uns der Diktatur widersetzen, es ist unsere Pflicht", zitierte das Portal "Frontier Myanmar" einen Aktivisten.

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640 Verhaftungen nach Protesten in Myanmar

Die "Vereinigung zur Unterstützung politischer Gefangener" meldete bis Sonntagabend insgesamt 640 Verhaftungen. Am Montag nahm die Polizei laut "Irrawaddy" bei den Protesten nahe und in Naypyidaw mehr als 20 Demonstranten fest.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte ein sofortiges Ende von Gewalt und Unterdrückung in Myanmar. Die Militärjunta müsse alle politischen Gefangenen freilassen und das Ergebnis der jüngsten Wahlen im Land anerkennen, betonte Guterres am Montag in einer Videobotschaft vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

UN-Generalsekretär Guterres kritisiert die Gewalt der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten in Myanmar.

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EU bereitet Sanktionen gegen Militärregierung vor

Die Europäische Union bereitet laut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) neue Sanktionen gegen Myanmars Militär vor. "Wir sind eigentlich nicht gewillt, uns das weiter tatenlos anzuschauen", sagte Maas am Montag vor einem EU-Außenministerrat in Brüssel.

Deshalb werde man zum Zweck der Deeskalation alle möglichen diplomatischen Kanäle nutzen. Zugleich werde man sich "als Ultima Ratio Sanktionen gegen das Militärregime" vorbehalten und vorbereiten. Insbesondere der Umgang mit Demonstranten sei außerordentlich besorgniserregend, sagte Maas.

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