Sie sind hier:

Erste Proteste nach Putsch - Myanmar: Mit Töpfen gegen das Militär

Datum:

Erstmals trauen sich Demonstrierende auf die Straßen und fordern die Wiedereinsetzung der Regierung von Aung San Suu Kyi. Doch die Angst protestiert mit.

In der Stadt Mandalay gab es Straßenproteste gegen den Militärputsch und die Festnahme der Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Sie wurde bei dem Putsch am Montag inhaftiert.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

In Myanmar hat es erstmals öffentliche Proteste gegen den Militärputsch und die Festnahme der entmachteten Freiheitsikone Aung San Suu Kyi gegeben. Die Befürchtung einer Eskalation und einer möglicherweise gewaltsamen Reaktion der Junta wächst.

Vor allem junge Menschen protestieren in Mandalay

In der Millionenstadt Mandalay im Norden des Landes demonstrierten vor allem junge Menschen vor der Medizinischen Fakultät der Universität gegen den Staatsstreich, wie auf einem Video des Senders Mizzima TV zu sehen war.

"Wir lehnen es ab, Befehlen des illegitimen Militärregimes Folge zu leisten, das gezeigt hat, dass es keinerlei Respekt für unsere armen Patienten hat. Wir werden nur Anweisungen unserer demokratisch gewählten Regierung befolgen", hieß es in einer Erklärung der Bewegung des zivilen Ungehorsams, die um Unterstützung aus dem Ausland bat. Der Hashtag #CivilDisobedienceMovement wurde auf Twitter bereits mehr als 1,2 Millionen Mal geteilt.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutz-Einstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.

Die neue Militärführung hat inzwischen eine vorübergehende Sperre des Online-Netzwerks Facebook angeordnet, über das ihre Gegner ihren Widerstand organisiert hatten. Die Plattform trage zur Destabilisierung des Landes bei, teilte das Verkehrsministerium mit.

Die entmachtetet Staatsrätin Aung San Suu Kyi ist weiter unter Arrest. Wo sie genau seit dem Putsch durch das Militär ist, ist ungewiss.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Töpfe, Pfannen und Dreifingergruß als Symbole des Widerstands

In der größten Stadt Yangon machten viele Bürger ihrem Ärger Luft, indem sie an Fenstern und Balkonen lautstark auf Töpfe und Pfannen schlugen. Auch Hupkonzerte auf den Straßen waren zu hören. In Myanmar sollen mittels Lärm-Protesten böse Geister vertrieben werden.

Auf Fotos in sozialen Netzwerken zeigten Menschen den Dreifingergruß der Rebellen aus der Science-Fiction-Filmreihe "Die Tribute von Panem". Im vergangenen Jahr war dieses Zeichen im Nachbarland Thailand zum Symbol des Widerstands gegen die Regierung avanciert.

Angst vor Militär-Reaktion

Drohende Massenproteste lösten die Sorge aus, dass das Militär diese wie in der Vergangenheit gewaltsam unterdrücken könnte. Während der fast fünf Jahrzehnte dauernden Militärdiktatur hatte die Junta jeglichen Widerstand brutal niedergeschlagen.

Besonders hart war das Vorgehen bei der "Safran-Revolution" von 2007, als Hunderttausende auf den Straßen demokratische Reformen gefordert hatten. Die friedlichen Demonstrationen wurden von den Militärs mit Tötungen und Folter beendet. Hunderte buddhistische Mönche und Oppositionelle kamen ins Gefängnis. "Amnesty International" und andere Hilfsorganisationen äußerten die Sorge, dass sich die Gewalt wiederholen könnte.

Das Militär im früheren Birma hatte sich in der Nacht zum Montag an die Macht geputscht, die faktische Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sowie andere Politiker festgesetzt und einen einjährigen Ausnahmezustand verhängt.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.