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Im Heimatland Myanmar verfolgt : USA: Gewalt gegen Rohingya ist Völkermord

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Die USA wollen die Gewalt gegen die Rohingya-Minderheit in Myanmar durch das Militär offiziell als Genozid verurteilen. Seit 2017 wurden mindestens 700.000 Rohingya vertrieben.

Rohingya-Frauen tragen Kinder auf den Arm während ihrer nächtlichen Flucht aus Myanmar in 2017.
Rohingya-Frauen und Kinder bei ihrer nächtlichen Flucht aus Myanmar im Jahr 2017.
Quelle: Damir Sagolj/Reuters

Ein US-Regierungsvertreter bestätigt Medienberichte, wonach die amerikanische Regierung die Gräueltaten an der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar formell als Völkermord einstufen will. US-Außenminister Antony Blinken werde das bei einer Ansprache im Holocaust-Museum in Washington an diesem Montag verkünden.

Menschenrechtsgruppen fordern die US-Regierung seit langem dazu auf, die Gräueltaten als Genozid zu bezeichnen. Die Regierungen von US-Präsident Joe Biden und seinem Vorgänger Donald Trump haben diesen Schritt bislang vermieden. Sie haben allerdings eine Vielzahl an Sanktionen gegen Myanmar verhängt.

Mehr als 700.000 Rohingya geflohen

Die Rohingya werden in ihrem Heimatland Myanmar brutal verfolgt. Myanmars Militär soll Tausende Menschen ermordet, Frauen und Kinder vergewaltigt, Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und Menschen lebendig in ihren Häusern verbrannt haben.

Seit Jahren wird die muslimische Minderheit der Rohingya im buddhistischen Myanmar diskriminiert und vom Militär bekämpft. Vertrieben aus den Dörfern und Städten leben die Rohingyas nun in engen Flüchtlingslagern.

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Mehr als 700.000 Menschen flohen 2017 aus Furcht vor Übergriffen des Militärs in dem mehrheitlich buddhistischen Land ins Nachbarland Bangladesch. Dort leben sie nun in überfüllten Lagern.

Gerichtshof in Den Haag verhandelt

Vor knapp zwei Jahren hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag Myanmar (früher Birma) in einem Zwischenurteil zum sofortigen Schutz der Rohingya verpflichtet.

Damals wies die damalige Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin, Aung San Suu Kyi, vor dem höchsten UN-Gericht sämtliche Vorwürfe entschieden zurück. Sie wurde nach einem Militärputsch von 2021 inhaftiert.

Militär weist Anschuldigungen zurück

Auch die international nicht anerkannte Militärführung in Myanmar wehrt sich vehement gegen die Anschuldigungen. Das Hauptverfahren in Den Haag wird sich vermutlich noch über Jahre hinziehen.

Menschen halten Plakate bei einer Protestkundgebung vor der Universität der Vereinten Nationen in Tokio, nachdem das Militär in Myanmar durch einen Putsch die Macht übernommen und den Ausnahmezustand verhängt hatte. Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar gab es in unter anderem in Japan, Nepal, Thailand.

UN tagen zum Putsch - Myanmar: Weltweite Kritik am Militär 

Der Putsch in Myanmar ruft die internationale Diplomatie auf den Plan. US-Präsident Biden droht mit neuen Sanktionen. Der UN-Sicherheitsrat tagt in einer Dringlichkeitssitzung.

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