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Israelische Luftwaffe - Haus von Hamas-Führer bombardiert

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Kein Ende der Gewalt: Tel Aviv steht weiter unter Raketenbeschuss; Israels Luftwaffe bombardiert nach eigenen Angaben das Haus eines Hamas-Spitzenfunktionärs.

Gilt als hochrangigster Hamas-Vertreter im Gazastreifen: Jihia al-Sinwar
Gilt als hochrangigster Hamas-Vertreter im Gazastreifen: Jihia al-Sinwar
Quelle: EPA/MOHAMMED SABER

Auch am frühen Sonntagmorgen deutet sich kein Ende der Raketen- und Luftangriffe in Nahost an. Israels Armee bombardierte nach eigenen Angaben das Haus von Jihia al-Sinwar, Chef des politischen Hamas-Flügels. Das Gebäude habe als "militärische Infrastruktur der Terrororganisation Hamas" gedient, teilte Israels Militär mit. Auch der TV-Sender der Hamas meldete den Angriff.

In dem Gebäude in Chan Junis im Süden des Küstengebiets soll sich auch das Büro des Spitzenfunktionärs befunden haben. Al-Sinwar selbst dürfte sich versteckt halten. Er gilt als der hochrangigste Hamas-Vertreter im Gazastreifen.

Sinwar war 20 Jahre lang in Israel inhaftiert, bevor er 2011 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen wurde. Der ehemalige Kommandeur des militärischen Arms der Hamas wurde erstmals 2017 zum Chef des politischen Hamas-Flügels im Gazastreifen gewählt. Im März dieses Jahres wurde er wiedergewählt. Nummer eins der Hamas ist Ismail Hanija, der derzeit in Katar lebt.

Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern artet in eine militärische Auseinandersetzung aus - die schwerste seit Jahren. Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Interview mit ZDFheute.

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Israel hatte Hamas-Spitze mit gezielter Tötung gedroht

Auch das Haus von Al-Sinwars Bruder Mohammed, ebenfalls ranghohes Mitglied der islamistischen Palästinenserorganisation, sei angegriffen worden, so die Armee weiter. Außerdem habe die Luftwaffe Dutzende Waffenlager und Raketenabschussrampen beschossen. Israels Militär hatte der Führungsriege der im Gazastreifen herrschenden Hamas mit gezielter Tötung gedroht.

Mehr als 150 Ziele seien in der Nacht in dem Palästinensergebiet angegriffen worden, berichtet die "Jerusalem Post". Nach Angaben von Medizinern sollen dabei am Sonntag mindestens 26 Menschen getötet worden sein. Das Gesundheitsministerium des Gazastreifens sprach zudem von 50 Verletzten. Unter den Toten seien zehn Frauen und acht Kinder.

Das Blutvergießen im Nahen Osten dauert an: die Hamas feuert weiter Raketen, die israelische Armee fliegt weiter Luftschläge. Auch zwischen jüdischen und arabischen Israelis kommt es zur Gewalt. Aber es gibt Stimmen, die zum Frieden mahnen.

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Israel weiter unter Raketenbeschuss

Militante Palästinenser wiederum beschossen den Großraum Tel Aviv und weitere israelische Ortschaften erneut massiv mit Raketen. In der Nacht heulten Warnsirenen. Zehn Personen seien auf der Flucht in die Bunker verletzt worden, berichteten örtliche Mediziner.

Israel zufolge sind seit Montag etwa 2.300 Raketen aus dem Gazastreifen auf sein Staatsgebiet abfeuert worden. Die Palästinenser sprechen von bislang mindestens 145 Toten, Israel von zehn. Die Kämpfe waren nach Ausschreitungen in Ost-Jerusalem an der Al-Aksa-Moschee ausgebrochen.

Papst:

Die EU-Außenminister kommen am Dienstag zu einer außerordentlichen Videokonferenz zusammen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verwies auf eine inakzeptable Zahl ziviler Opfer. Man werde sich abstimmten, wie die EU am besten dazu beitragen könnte, dass die Gewalt ein Ende nehme, so der EU-Chefdiplomat.

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Auch Papst Franziskus rief die Konfliktparteien zum sofortigen Ende der Gewalt auf. Der bewaffnete Konflikt drohte "in eine Spirale des Todes und der Zerstörung abzugleiten", sagte Franziskus beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Der inakzeptable Tod unschuldiger Menschen, darunter Kinder, zeige, "dass man nicht gewillt ist, eine Zukunft zu bauen, sondern nur zu zerstören". "Wohin führen Hass und Rache?", mahnte Franziskus.

Schaffen wir Frieden, indem wir den anderen zerstören?
Papst Franziskus

In Jerusalem gibt es nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern wenig Hoffnung auf eine baldige Schlichtung und Beilegung des Konfliktes.

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