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Außenministerkonferenz - Nato fordert sichere Ausreise aus Afghanistan

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Thema der Nato-Außenministerkonferenz war die Lage in Afghanistan. Generalsekretär Stoltenberg forderte die Taliban auf allen Interessierten eine sichere Ausreise zu garantieren.

Jens Stoltenberg (l), Nato-Generalsekretär, spricht im Hauptsaal des Nato-Hauptquartiers in Brüssel während einer Videokonferenz der Nato-Außenminister zu den Entwicklungen in Afghanistan.
Jens Stoltenberg (l), Nato-Generalsekretär, spricht im Hauptsaal des Nato-Hauptquartiers in Brüssel während einer Videokonferenz der Nato-Außenminister zu den Entwicklungen in Afghanistan.
Quelle: dpa

Die Außenminister der 30 Nato-Staaten haben die radikalislamischen Taliban aufgefordert, die laufenden Evakuierungen aus Afghanistan nicht zu behindern.

Stoltenberg: Taliban müssen sichere Ausreise ermöglichen

Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte nach einer Sondersitzung der Außenminister der Nato-Staaten:

Wir erwarten von den Taliban, dass sie allen ausländischen Staatsangehörigen und Afghanen, die das Land verlassen wollen, die sichere Ausreise ermöglichen.

Es sei die "höchste Priorität" des Bündnisses, Menschen in Sicherheit zu bringen. Maßgeblich dafür sei die Sicherheit am Kabuler Flughafen. Stoltenberg dankte insbesondere der Türkei, den USA und Großbritannien dafür, dass sie mit ihren Streitkräften den Betrieb des Flughafens aufrecht erhalten. "Die größte Herausforderung besteht jedoch darin, sicherzustellen, dass die Menschen den Flughafen Kabul erreichen und betreten können."

Der Ansturm auf den Flughafen hält seit Tagen an. Was läuft schief bei der Evakuierung? ZDFheute live ordnet ein.

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46 min
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Die USA wollen laut Stoltenberg den Evakuierungseinsatz am Flughafen von Kabul in weniger als zwei Wochen beenden. Die Vereinigten Staaten hätten signalisiert, dass ihr Zeitplan am 31. August ende, sagte der Norweger. Zugleich bestätigte er, dass sich mehrere Alliierte bei den Gesprächen für die Möglichkeit einer Verlängerung des Einsatzes ausgesprochen haben. Es gehe darum, mehr Leute aus dem Land zu bringen, sagte er.

Afghanistan - USA und Deutschland beschleunigen Evakuierung 

Mehr koordinierende US-Beamte und zusätzliche Bundeswehr-Hubschrauber sollen die Evakuierungen aus Afghanistan vorantreiben. Derweil wurden zwei Deutsche verletzt.

Videolänge
2 min

Außenminister: Warnung vor Terrorunterstützung

Außerdem haben die Nato-Außenminister die neuen Machthaber in Afghanistan vor einer Zusammenarbeit mit internationalen Terroristen gewarnt. Man habe 20 Jahre lang erfolgreich verhindert, dass Terroristen Afghanistan als einen sicheren Rückzugsort für die Initiierung von Anschlägen nutzen könnten, heißt es in einer nach einer Videokonferenz veröffentlichten Erklärung.

Man werde Bedrohungen durch Terroristen nicht zulassen und sei entschlossen, den Kampf gegen Terrorismus unnachgiebig, zielstrebig und solidarisch fortzusetzen.

Ob und wenn ja welche Konsequenzen aus den jüngsten Entwicklungen in Afghanistan gezogen werden, ließen die Außenminister offen. In der Erklärung heißt es zu diesem Thema lediglich: "Gemeinsam werden wir unser Engagement in Afghanistan umfassend reflektieren und die notwendigen Lehren ziehen." Der Machtübernahme der Taliban war die Entscheidung der Nato vorausgegangen, ihren Militäreinsatz in Afghanistan bedingungslos zu beenden.

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