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Nato-Generalsekretär - Stoltenberg warnt vor Bedrohung aus China

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Chinesische Nuklearwaffen könnten Europa erreichen, so Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Die Verbündeten müssten sich jetzt vor dem Machthunger der Supermacht schützen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einer Rede in Brüssel.
Warnt vor Chinas Expansionismus: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
Quelle: epa

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das Verteidigungsbündnis aufgefordert, sich stärker gegen Bedrohungen durch China zu wappnen. "China investiert stark in Nuklearwaffen und Langstreckenraketen, die Europa erreichen können. Die Nato-Verbündeten müssen sich gemeinsam dieser Herausforderung stellen", sagte Stoltenberg der "Welt am Sonntag".

"Wir sehen nicht, dass ein Nato-Mitgliedsland unmittelbar bedroht wird", betonte Stoltenberg. China versuche aber im Südchinesischen Meer zunehmend, die Bewegungsfreiheit für Schiffe in internationalen Gewässern zu behindern. Stoltenberg sprach von "sehr ernsthaften Entwicklungen" und forderte Peking auf, sich an die Regeln des freien Handels und der Freiheit der Schifffahrt in internationalen Gewässern zu halten.

Spannungen im südchinesischen Meer

Trotz der Spannungen sei die Region aber kein Einsatzort für das Verteidigungsbündnis, stellte der Nato-Generalsekretär klar:

Es gibt keinen Grund, Truppen der Allianz dort hinzuschicken.
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär

Der Aufstieg Chinas verändere nach den Worten Stoltenbergs "fundamental die globale Machtbalance". Dabei komme China immer stärker "vor die Haustür Europas". Das Reich der Mitte sei in der Arktis, im Mittelmeer und in Afrika präsent und investiere in kritische Infrastruktur in Europa: "Die Nato muss auf diese Entwicklungen antworten, weil sie einen fundamentalen Wandel in der weltweiten Machtbalance darstellt."

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