Sie sind hier:

Chemiewaffen-Organisation - OPCW bestätigt Nervengift bei Nawalny

Datum:

In Blut- und Urinproben des russischen Kremlkritikers Nawalny sind eindeutige Spuren gefunden worden: Das Nervengift Nowitschok ist nun von verschiedenen Stellen bestätigt.

Alexej Nawalny. Archivbild
Quelle: Uncredited/navalny/Instagram/AP/dpa

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat bestätigt, dass der russische Kremlgegner Alexej Nawalny mit einem chemischen Nervengift der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Die Ergebnisse der von der OPCW beauftragten Referenzlabore stimmten mit den Ergebnissen überein, die bereits durch Speziallabore in Deutschland, Schweden und Frankreich erzielt worden seien, teilte Bundesregierungssprecher Steffen Seibert mit.

"Damit bestätigt sich erneut der zweifelsfreie Nachweis, dass Alexej
Nawalny Opfer eines Angriffs mit einem chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe geworden ist", hieß es in einer Mitteilung. "Die Bundesregierung erneuert ihre Aufforderung an Russland, sich zu den Geschehnissen zu erklären."

Die OPCW hat ihren Sitz in Den Haag.
Quelle: Evert-Jan Daniels/ANP/dpa

Enger Austausch mit Partnern

Die Bundesregierung prüft den Angaben zufolge derzeit den detaillierten Fachbericht der OPCW zu der Analyse. Über die nächsten Schritte werde es in den kommenden Tagen im Exekutivrat der OPCW und im Kreis der EU-Partner einen engen Austausch geben.

Jeder Einsatz von Chemiewaffen ist ein gravierender Vorgang und kann nicht ohne Konsequenzen bleiben.
Steffen Seibert

Nawalny war am 20. August während eines Inlandsflugs in Russland zusammengebrochen. Nach einer Notlandung in der sibirischen Stadt Omsk wurde er zur weiteren Behandlung nach Berlin gebracht. Der 44-Jährige hat das Krankenhaus mittlerweile verlassen und macht in der deutschen Hauptstadt eine Reha-Maßnahme.

Die russische Regierung bestreitet weiter, etwas mit dem Giftanschlag zu tun zu haben. Stattdessen werden ganz andere "Wahrheiten" verbreitet.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Der Oppositionelle ist einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen sich bei ihrem nächsten Gipfel in der kommenden Woche erneut mit dem Fall befassen. Dann könnte es auch um eine gemeinsame Reaktion der 27 Mitgliedstaaten gehen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.