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Röttgen: Vergiftung Nawalnys "kein Zufall"

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Nach Befunden der Charité - Röttgen: Vergiftung Nawalnys "kein Zufall"

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Der mutmaßliche Giftanschlag auf Kremlkritiker Nawalny sollte eine klare Warnung an die russische Opposition sein, sagt CDU-Außenpolitiker Röttgen im ZDF.

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen erklärt zum Fall Nawalny: Mit der Vergiftung „will man ein Zeichen setzen“. Eine klare Botschaft an die Opposition in Russland: Proteste wie in Belarus, „das lassen wir hier nicht zu“.

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CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hält den wahrscheinlichen Giftanschlag auf den Kremlkritiker Alexej Nawalny für eine gezielte Warnung an die russische Opposition. Im ZDF heute-journal sagte er: "Die wollen nicht nur den Einzelnen ausschalten, sondern sie wollen anderen Oppositionellen sagen - auch Überläufern: 'Opposition gegen den russischen Staat ist lebensgefährlich, und wir kriegen euch, egal wo ihr seid'." Der CDU-Politiker geht von einer "Chefsache" aus - so etwas werde nicht von "Untergebenen allein" gemacht, sagte er.

Hintergrund könnten Proteste in Belarus sein

Auch den Zeitpunkt des mutmaßlichen Anschlags halte er nicht für Zufall. Offensichtlich handele es sich um die "klare Botschaft" an die Opposition im Land, Ereignisse wie in Belarus in Russland nicht zuzulassen. Röttgen sprach von einem "Exempel, das an Alexander Nawalny statuiert wurde, zur Warnung an die eigene Bevölkerung".

Skeptisch äußerte sich Röttgen über die Reaktionsmöglichkeiten der Bundesregierung. Russland sei "eine Realität, mit der man umgehen muss" - vernünftig und mit kühlem Kopf.

Aber man darf eben auch nicht naiv oder verharmlosend damit umgehen.
Norbert Rötten, CDU-Außenpolitiker

 Man dürfe sich nichts vormachen, "um welche Realität es sich bei Putin und dieser Führung handelt".

Die Ärzte der Berliner Charité gehen davon aus, dass der Kremlkritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde. Dazu aus Berlin und Moskau ZDF-Korrespondenten Theo Koll und Phoebe Gaa.

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Berlin fordert Aufklärung - Röttgen skeptisch

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) hatten Russland zuvor in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgerufen, "diese Tat bis ins Letzte aufzuklären - und das in voller Transparenz". Die Verantwortlichen müssten ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden". Der Name von Russlands Präsident Wladimir Putin wird in der Erklärung nicht erwähnt.

CDU-Außenpolitiker Röttgen äußerte sich dagegen skeptisch: Er erwarte keine transparente Aufklärung: "Das Muster ist wieder das gleiche - das der Vergiftung", sagte er. Dazu gehöre, alles abzustreiten, aber gleichzeitig auch "eindeutige Fingerabdrücke zu hinterlassen" - als Warnung an die Opposition in dem Land.

Charité in Berlin

Behandlung von Nawalny -
Was für ein Gift hat die Charité gefunden?
 

Auch die Ärzte der Charité gehen im Fall Nawalny von einer Vergiftung aus. Welchen Stoff haben sie bei dem Kreml-Kritiker gefunden? Antworten eines Toxikologen.

von Jan Schneider und Nils Metzger

Charité-Ärzte gehen von Vergiftung aus

Nawalny ist seit Jahren einer der bekanntesten Widersacher von Kremlchef Wladimir Putin und der führende Kopf der liberalen Opposition. Auf den Regierungskritiker hatte es schon mehrfach Anschläge gegeben. Der Aktivist hat sich mit seinen Recherchen zu Korruption und Machtmissbrauch viele Feinde gemacht. Nawalny spricht dieses Thema so deutlich an wie kaum jemand sonst in Russland.

Ärzte der Berliner Charité gehen davon aus, dass Nawalny vergiftet wurde. Darauf wiesen klinische Befunde hin, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Der Gesundheitszustand Nawalnys sei ernst, es bestehe aber keine akute Lebensgefahr. Nawalnys persönliche Ärztin Anastassija Wassiljewa twitterte: "Alexej ist stark, er kommt durch. Ich habe keine Zweifel."

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