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Russischer Kremlkritiker - Nawalny: Kehre am Sonntag nach Moskau zurück

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Kremlgegner Alexej Nawalny will an diesem Sonntag nach Moskau zurückkehren. Er lande am 17. Januar mit einer Maschine der russischen Fluggesellschaft Pobeda, teilte er mit.

Kremlgegner Alexej Nawalny. Archivbild
Kremlgegner Alexej Nawalny. Archivbild
Quelle: Pavel Golovkin/AP/dpa

Der nach einem Giftanschlag in Deutschland behandelte russische Oppositionelle Alexej Nawalny hat für den kommenden Sonntag seine Rückkehr nach Russland angekündigt. Er werde am 17. Januar nach Russland fliegen, erklärte Nawalny am Mittwoch im Online-Dienst Instagram. Er habe sich wahrscheinlich fast vollständig von seiner Vergiftung erholt, teilte Nawalny mit. Es sei nun an der Zeit, nach Russland zurückzukehren, obwohl ihm dort Gerichtsverfahren drohten.

Die Frage einer Rückkehr habe sich für ihn nie gestellt, weil er Russland nie selbst verlassen habe, schrieb der 44-Jährige. Mit Blick auf sein mehrwöchiges Koma nach dem Anschlag in Russland meinte er:

Ich bin in einer Wiederbelebungskiste in Deutschland angekommen.
Alexej Nawalny

Nawalny hatte sich in Deutschland zuletzt noch zu einer Reha-Maßnahme aufgehalten. Er macht für den Giftanschlag mit einem chemischen Kampfstoff der Nowitschok-Gruppe im vergangenen August ein unter dem Befehl von Kremlchef Wladimir Putin agierendes "Killerkommando" des Inlandsgeheimdienstes FSB verantwortlich. Russland bestreitet eine Verwicklung in den Fall und verlangt etwa von Deutschland Beweise für eine Vergiftung. Erst dann wolle man Ermittlungen einleiten.

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Nawalny erwartet in Russland eine Haftstrafe

Zuletzt hatten die russischen Behörden den Druck auf Nawalny erhöht. Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass die Strafvollzugsbehörde den Oppositionellen wegen angeblich nicht erfüllter Bewährungsauflage ins Gefängnis bringen möchte. Ein entsprechender Antrag wurde bei einem Moskauer Gericht gestellt.

Die Behörde hatte Nawalny kurz vor dem Jahreswechsel schriftlich aufgefordert, Auflagen einer früheren Strafe zu erfüllen und sich bei den russischen Behörden persönlich zu melden. Ansonsten drohe eine Inhaftierung. In dem Fall geht es um eine Verurteilung aus dem Jahr 2014. Nawalny schrieb dazu, die Bewährungsstrafe habe bereits am 30.
Dezember vergangenen Jahres geendet.

Zudem gibt es Ermittlungen gegen den Regierungskritiker wegen angeblichen Betrugs. Das russische Ermittlungskomitee warf ihm vor, mit anderen Personen Spenden von umgerechnet 3,9 Millionen Euro an seinen Fonds zur Bekämpfung von Korruption für "persönliche Zwecke" verwendet haben - etwa für den Kauf von Eigentum und die Finanzierung von Urlaub. Nawalny wies das zurück.

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