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Nawalny: Schröder ist "Laufbursche Putins"

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Vergifteter Kreml-Kritiker - Nawalny: Schröder ist "Laufbursche Putins"

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Der vergiftete russische Oppositionelle Nawalny kritisiert Ex-Bundeskanzler Schröder für dessen Putin-Nähe. Er fordert zudem Sanktionen und einen Baustopp von Nord Stream 2.

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny. Archivbild
Der vergiftete russische Oppositionsführer Alexej Nawalny kritisiert Ex-Kanzler Schröder.
Quelle: Pavel Golovkin/AP/dpa/Archivbild

Der vergiftete russische Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat in einem Interview mit "Bild" den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder scharf kritisiert. Er nannte den Altkanzler "Laufbursche Putins" und glaubt an verdeckte Zahlungen.

Nawalny sagte weiter: "Gerhard Schröder wird von Putin bezahlt. Aber wenn er jetzt versucht, diesen Giftanschlag zu leugnen, ist das wirklich sehr enttäuschend". Schröder hatte zuletzt gesagt, dass es noch keine "gesicherten Fakten" zum Giftanschlag auf Nawalny gebe.

Schröder: Verdeckte Zahlungen von Putin?

Über den früheren SPD-Chef sagte Nawalny weiter:

Er ist immerhin der ehemalige Kanzler des mächtigsten Landes in Europa. Jetzt ist Schröder ein Laufbursche Putins, der Mörder beschützt.
Alexej Nawalny, russischer Oppositioneller

Er habe zwar "kein Dokument, auf dem schwarz auf weiß steht: Hier, Herr Schröder, das ist ihre Aktentasche voller Geld", sagte Nawalny. Aber er habe keinen Zweifel daran, dass Schröder verdeckte Zahlungen von Putin bekommen habe. Schröder hatte mit dem russischen Präsidenten während seiner Zeit als Kanzler eng zusammengearbeitet und ist bis heute mit ihm befreundet.

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Nawalny fordert Sanktionen gegen Oligarchen, Politiker, Unternehmen

Schröder übernahm nach dem Ende seiner politischen Laufbahn Führungsaufgaben in der russischen Energiewirtschaft. Neben seinem Posten beim Pipeline-Projekt Nord Stream 2 ist er Aufsichtsratsvorsitzender des staatlichen russischen Energiekonzerns Rosneft sowie Aufsichtsratschef der bereits bestehenden Ostsee-Pipeline Nord Stream.

Der Kremlkritiker Nawalny hat die Bundesregierung und die Europäische Union aufgefordert, hart gegen Kreml-nahe Oligarchen, Politiker und Unternehmen vorzugehen.

Kremlkritiker Alexej Nawalny. Archivbild

Nachrichten | Thema -
Der Fall Nawalny
 

Der prominente russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist in seiner Heimat Opfer eines Giftanschlags geworden. Berichte und Hintergründe zu dem Fall.

Er forderte einen Baustopp der Gaspipeline Nord Stream 2 sowie das Einfrieren von Vermögenswerten und Reiseverbote gegen Einzelpersonen wie den Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker Waleri Gergijew. Gergijew ist ein Unterstützer des autoritären russischen Präsidenten Wladimir Putin und warb für dessen Wiederwahl.

Moskau dementiert erneut Vergiftung

Russland und Präsident Wladimir Putin persönlich stehen international in der Kritik. Am Dienstag hatte auch die Chemiewaffen-Kontrollbehörde OPCW bestätigt, dass der Kremlgegner mit einem chemischen Nervengift der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde.

Moskau wies am Dienstag abermals jede Verantwortung zurück und sprach von einem "Verschwörungsszenario", das "im Voraus geplant" worden sei. Russische Geheimdienstler und Regierungsmitglieder hatten mehrfach betont, dass alle Vorräte des zu Sowjetzeiten entwickelten Gifts vernichtet worden seien.

In einer Stellungnahme kündigte das russische Außenministerium zudem an, bald die "zeitliche Abfolge der Manipulationen hinter den Kulissen" vorzulegen, die von den "Hauptfiguren in diesem Spektakel" vorgenommen worden seien.

Die Chemiewaffen-Kontrollbehörde OPWC hat bestätigt, dass der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mit einem Nervengift aus der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Nawalny äußerte sich nun nach seinem Krankenhausaufenthalt vor einer Kamera.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Nawalny will nach Russland zurückkehren

In einem Interview mit dem bekannten russischen Blogger Juri Dud sagte Nawalny unterdessen, seine Behandlung in Berlin könne "noch drei Wochen oder zwei Monate dauern, definitiv aber nicht ein Jahr".

Der Putin-Kritiker berichtet, seine Hände würden weiterhin zittern, wenn er eine Flasche Wasser halte. Insgesamt gehe es ihm aber "wirklich viel besser". Nicht nach Russland zurückzukehren sei keine Option, machte der 44-Jährige deutlich.

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